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Leichtbau EDAG erhält Award für Stahlguss-Lösung

| Redakteur: Christian Otto

Der Ingenieurdienstleister wurde für seine Bemühungen um den zukünftigen Einsatz von dünnwandigem Stahlguss geehrt. Das Material ist noch nicht einsetzbar, soll aber nach Erreichen der Marktreife neben dem Gewicht auch Kosten sparen.

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Die EDAG setzt auf Leichtbau. Eine von ihr geförderte Zukunftstechnologie ist dabei der dünnwandige Stahlguss.
Die EDAG setzt auf Leichtbau. Eine von ihr geförderte Zukunftstechnologie ist dabei der dünnwandige Stahlguss.
(Foto: EDAG )

Auf der diesjährigen MATERIALICA in München erhielt das Leichtbauteam des Engineering-Dienstleisters EDAG eine besondere Anerkennung: Das Team um den Leiter Dr. Martin Hillebrecht wurde in der Kategorie „CO2“ mit dem „MATERIALICA Design + Technology Award“ in Gold ausgezeichnet.

Als Wettbewerbsbeitrag hatte die EDAG gemeinsam mit der Stuttgarter CX Gruppe einen „Karosserieknoten aus dünnwandigem Stahlguss“ ins Rennen geschickt. In diesem Feld weist das Unternehmen eine schon mehrjährige und standortübergreifende Zusammenarbeit vor.

Wirtschaftliche Vorteile erkennbar

Vorteil dieser Zukunftstechnologie ist die bis zu 30-prozentige Gewichtsreduzierung von Bauteilen in der Stahlkarosserie. Erreicht wird das laut EDAG durch minimale Wandstärken, optimale Crashperformance und maximale Funktionsintegration. Die CO2 -Bilanz falle ebenfalls extrem positiv auf, da Stahl im Vergleich zu Leichtmetallen oder Composites sehr energieeffizient und kostengünstig ist. Zudem verfügt Stahl über Recyclinginfrastrukturen auf der ganzen Welt.

Der Karosserieknoten in dünnwandigem Stahlguss biete zukünftig obendrein auch wirtschaftliche Vorteile: Zum einen kann die artgleiche Fügetechnik genutzt werden, das heißt Punktschweißen wird weiterhin beziehungsweise wieder genutzt. Zum anderen soll die Bauweise hoch variabel und flexibel sein.

Technologie vor dem Durchbruch

Die dünnwandigen Strukturen in Stahlguss sind allerdings heute noch nicht prozesssicher und technisch umsetzbar. Nach aussichtsreichen Vorarbeiten in Kooperation von EDAG, CX-Gruppe und weiteren Know-how-Partnern möchte man aber mit neuen Gießverfahren, Bindertechnologien, Anlagenkonzepten und Auslegungsmethoden dieser Technologie zeitnah zum Durchbruch verhelfen.

„Summa summarum erweist sich der Leichtbaufaktor mit einem nur sehr geringen Mehraufwand von null bis zirka zwei Euro pro eingesparten Kilogramm Fahrzeuggewicht sehr wirtschaftlich. Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung und sehen es als Bestätigung der Innovationsorientierung unserer Ingenieure und Anerkennung unserer langjährigen Erfahrungen im Leichtbau“, betonte Dr. Martin Hillebrecht, Leiter des EDAG Competence Centers Leichtbau in Fulda bei der Preisverleihung.

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