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Electronica 2020 Electronica virtual: „Digitale Formate werden Messen nicht ersetzen“

Autor / Redakteur: Johann Wiesböck / Jens Scheiner

Die Electronica 2020 findet digital statt. Unser Schwestermagazin Elektronikpraxis hat mit Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, über die Hintergründe und das digitale Angebot der Weltleitmesse gesprochen.

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Falk Senger, Messe München: „Die digitalen Formate werden Messen nicht ersetzen, sondern ergänzen.“
Falk Senger, Messe München: „Die digitalen Formate werden Messen nicht ersetzen, sondern ergänzen.“
(Bild: Messe München)

Die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie führten im Sommer zur Entscheidung der Messe München, die Electronica in diesem Jahr virtuell umzusetzen. Große Teile des Konferenz- und Rahmenprogramms werden ebenfalls digital zur Verfügung stehen. Unser Schwestermagazin Elektronikpraxis hat mit Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, über den Stand der Dinge gesprochen.

Herr Senger, Corona hat die Electronica quasi zwangs-digitalisiert, wie so viele große Messen. Was erwartet die virtuellen Besucher vom 9. bis 12. November?

Falk Senger: Mit dem digitalen Format der Electronica bieten wir der globalen Elektronikbranche auch in dieser herausfordernden Zeit eine Business-Plattform und ermöglichen Austausch, Networking und Wissenstransfer. Hierzu gehört auch, dass Teilnehmer die Möglichkeit haben, virtuelle Messestände zu besuchen, sich online mit Ausstellern auszutauschen und somit Informationen über die neuesten Produkte zu erhalten. Ergänzend findet wie gewohnt ein umfangreiches Forenprogramm ebenfalls digital statt.

Darüber hinaus finden mit der Electronica Automotive Conference, der Electronica Embedded Platforms Conference, der Electronica Medical Electronics Conference sowie dem Wireless Congress die etablierten vier Electronica-Konferenzen digital statt. Ein weiteres Highlight, das in diesem Jahr nicht fehlen darf, ist der renommierte CEO-Roundtable. Hier diskutieren die Chefs der weltweit größten Halbleiterhersteller wie Infineon Technologies, NXP Semiconductors und ST Microelectronics die aktuellen und künftigen Entwicklungen der Branche im Lichte der Covid-Pandemie.

Wie zufrieden sind sie mit den Anmeldungen zum jetzigen Zeitpunkt?

Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden und freuen uns über die Zusagen zahlreicher Kunden, darunter Branchengrößen wie Analog Devices, Harting, NXP Semiconductors, Phoenix Contact, ST Microelectronics, Rohde & Schwarz und Samsung Semiconductor Europe. Das zeigt, dass der Wunsch nach einem Branchentreffen in diesem Jahr groß ist. Die Aussteller freuen sich auf die Möglichkeit, sich mit Kunden zu vernetzten und ihre Produkte zu präsentieren.

Welche Auswirkungen hat die Virtualisierung der Electronica für künftige Veranstaltungen – nach Corona?

Die Corona-Pandemie hat auf jeden Fall für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Dennoch möchte ich betonen, dass eine Messe und gerade die Electronica vom persönlichen Austausch und Netzwerken vor Ort lebt. Die neuen digitalen Formate werden Messen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Dazu gehört auch, dass Aussteller wie Besucher den digitalen Aufbruch mitvollziehen. Dann heben wir die Electronica gemeinsam auf ein neues Level, erhöhen deren Reichweite und geben der Branche neue Schubkraft in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.

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