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Elektromobilität Elektro-Limousine Xpeng P7 startet in China

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X/Thomas Günnel / Thomas Günnel

Die Konkurrenz für Tesla wächst weltweit. In China will jetzt der neue P7 von Xpeng dem amerikanischen E-Auto-Pionier einige Kunden wegschnappen.

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Der chinesische Automobilhersteller Xpeng hat mit dem Verkauf seiner Elektro-Limousine P7 in China begonnen.
Der chinesische Automobilhersteller Xpeng hat mit dem Verkauf seiner Elektro-Limousine P7 in China begonnen.
(Bild: Xpeng )

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Xpeng Motors hat die Bestellbücher für seine 2019 vorgestellte Performance-Limousine P7 geöffnet. Der einem Tesla in einigen Punkten durchaus ähnliche Viertürer soll bereits im Sommer an chinesische Kunden ausgeliefert werden. Die Preise sind angesichts des Gebotenen recht günstig.

Äußerlich fällt der P7 durch die Abwesenheit von Ecken und Kanten, extrem schmale LED-Scheinwerfer und bündig versenkte Türgriffe auf. Unter dem windschlüpfigen, 4,90 Meter langen Blechkleid steckt Xpengs „SEPA“ genannte Smart Electric Platform Architecture, die verschiedene Antriebsvarianten und Akkugrößen erlaubt.

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Die Basisversion mit Elektro-Heckmotor leistet 196 kW/266 PS, alternativ gibt es eine allradgetriebene Version mit einem zusätzlichen 120 kW/163 PS starken E-Aggregat an der Vorderachse. Für die Variante mit Heckantrieb stehen Akkugrößen mit 70,8 oder 80,9 kWh zur Wahl, letztere ist beim Allradler grundsätzlich an Bord. Mit großer Batterie soll die Heckantriebsversion bis zu 706 Kilometer schaffen, mit kleiner Batterie sind es 568 Kilometer.

Beeindruckende Bremswerte

Die Basisversion erledigt den Sprint auf Tempo 100 in 6,7 Sekunden, 4,3 Sekunden sind es mit dem Allrad-Modell. Für eindrucksvolle Negativbeschleunigung sorgt Technik von Bosch und Brembo: Der Bremsweg aus 100 km/h soll nur 35 Meter betragen. Schnelles Laden ist ebenfalls möglich: Von 30 auf 80 Prozent lassen sich die Akkus in weniger als einer halben Stunde befüllen, innerhalb von zehn Minuten kann Strom für 120 Kilometer nachgetankt werden.

Bereit für Level 3

Der P7 bietet darüber hinaus ein umfangreiches Sensorikarsenal. Zwölf Ultraschall- und fünf Radarsensoren sowie zwölf Kameras sollen zusammen mit einem schnellen Rechner und einem hohen Vernetzungsgrad für autonome Fahrkünste auf Level 3 sorgen. Dafür arbeitet Xpeng mit Nvidia zusammen und nutzt dessen Plattform „Drive AGX Xavier“. Das System ist laut Xpeng „das erste in Serie produzierte SoC (System on a Chip) das auf automatisiertes und autonomes Fahren ausgelegt ist und die entsprechenden Sicherheitsvorgaben und gesetzlichen Regeln erfüllt.“ Es verfügt über eine Rechenleistung von 30 TOPS, also Billionen von Operationen pro Sekunde, und verbraucht dabei nur 30 Watt.

Zudem bietet der P7 einige smarte Funktionen wie ein interaktives Sprachbefehlssystem, welches es dem Nutzer während der Fahrt erlaubt, auf Online-Shoppingtour zu gehen und mit Alipay auch gleich zu zahlen. Apropos: Für Chinesen kostet der Basis-P7 umgerechnet knapp unter 30.000 Euro, die Preise für den Allrad-P7 bewegen sich zwischen 43.000 und 45.000 Euro. Pläne für einen Start in Europa hat Xpeng bislang nicht vorgelegt.

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