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Elektromobilität Elektrovan Canoo: Die Vorteile des Antriebs nutzen

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Viele Elektroautos sind eher konventionell gestrickt. Canoo nutzt hingegen bei seinem Van die neuen Möglichkeiten der Antriebstechnik bei Design und Packaging aus.

Der Elektrovan Canoo fährt elektrisch – und nutzt die Vorteile der Antriebstechnik auch beim Packaging aus.
Der Elektrovan Canoo fährt elektrisch – und nutzt die Vorteile der Antriebstechnik auch beim Packaging aus.
(Bild: Canoo)

Das amerikanische Elektro-Auto-Start-up Canoo hat sein erstes Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert. Der futuristisch gezeichnete und ebenfalls Canoo getaufte Elektro-Van mit Platz für bis zu sieben Passagiere soll im Jahr 2021 auf den Markt kommen. Vertrieben wird das Fahrzeug zunächst in seiner Heimat Los Angeles ausschließlich über Rund-um-sorglos-Abonnements.

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Loftartiger Fond mit Vis-à-vis-Bestuhlung

Beim Canoo handelt es sich um eine auffallend kubische Erscheinung mit vorne wie hinten recht ähnlichen Proportionen. Wie bei meist als E-Fahrzeug konzipierten Entwürfen, setzt auch der Canoo auf einer Plattform auf, die Antrieb und Batterie im Fahrzeugboden integriert. Diese Skateboard-Bauweise erlaubt unter anderem einen maximalen Radstand und zudem eine besonders gute Raumökonomie innen.

Auf 4,40 Meter Länge bietet das Fahrzeug sieben Sitzgelegenheiten. Während es im Cockpitbereich zwei nach vorne gerichtete Sitze gibt, bietet der loftartige Fond eine Vis-à-vis-Bestuhlung, wobei die Gäste im Heck auf einer umlaufenden Sitzbank einen luftigen und lichten Innenraum genießen. Während der Fahrt müssen sie angeschnallt ganz hinten sitzen, auf den seitlichen Bereichen der Sitzbank kann man sich erst entspannen, wenn das Fahrzeug pausiert.

Angesichts dieser Aufteilung möchte man eigentlich ein mit gehobenen automatisierten Fahrkünsten gesegnetes Fahrzeug erwarten, doch Canoo verspricht zunächst lediglich Fahrfunktionen auf Level 2+. Doch unter anderem die Steer-by-Wire-Technik des Lenkrads deutet ebenso wie ein großes Arsenal an Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras auf eine autonome Zukunft, die sich mit weiteren Fortschritten in diesem Bereich dann auch im Canoo entfalten soll.

Für Selbstfahrer bietet der Van einen recht verheißungsvollen Antrieb, denn der 200 kW/272 PS starke E-Motor soll den Zweitonner bis 200 km/h schnell machen. Auch die Reichweite ist mit gut 400 Kilometern ordentlich. Canoo verspricht eine 80-Prozent-Ladung in einer halben Stunde.

Smartphone statt Riesendisplay

Statt effektvoll inszenierter Cockpitwelten mit Riesendisplays setzt der Hersteller auf das Smartphone als Bedien- und Anzeigeeinheit. Hat der Fahrer sein personalisiertes Smart-Device mit dem Fahrzeug verbunden, lassen sich darüber zum Beispiel Klimaanlage und Audiosystem steuern. Zudem kann das Smartphone oder Tablet auch Navifunktionen übernehmen. Lediglich direkt unter der Windschutzscheibe befindet sich noch ein schmales und breites Display, das einige Basisinformationen anzeigt, etwa den Fahrmodus.

Dass hinter dem Canoo-Projekt neben einigen erfahrenen Automanagern, unter anderem aus Deutschland, finanzkräftige Investoren stecken, kann man dem ersten Prototypen bereits ansehen. Die Ankündigen für einen nahen Marktstart scheinen insofern glaubwürdig.

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