Virtual Reality Engineering mit Extended-Reality-Tools

Autor: Juliana Pfeiffer

Design-Teams können mit Extended-Reality-Werkzeugen die Erlebnisse der künftigen Fahrzeugnutzer in einer frühen Entwicklungsphase testen. Interaktionen erreichen dabei eine neue Ebene.

Mit modernen XR-Werkzeugen kann eine Testperson in ihrem Headset die Schrift auf ihrem (virtuellen) Smartphone lesen und dieses per Touch-Gesten bedienen.
Mit modernen XR-Werkzeugen kann eine Testperson in ihrem Headset die Schrift auf ihrem (virtuellen) Smartphone lesen und dieses per Touch-Gesten bedienen.
(Bild: Goodpatch)

Eine virtuelle Probefahrt mit dem neuen Modell und das ganz bequem vom heimischen Sofa aus. Wie sieht das Fahrzeug von innen aus? Wie fühlt sich eine Vollbremsung an? Wie reagiert der Fahrerassistent? Solche Nutzererlebnisse können Design Teams mit Extended-Reality-Werkzeugen bereits in der Entwicklungsphase real werden lassen. Extended Reality (XR) erstellt dabei computergenerierte Umgebungen bzw. Objekte und lässt Augmented- und Virtual Reality miteinander verschmelzen.

Schon in den 1990er Jahren tauchten Designer mit 3D-Datenbrillen in Caves ein: sie liefen virtuell um das Fahrzeug herum oder begutachteten den Innenraum. Dabei sehen die Probanden mit VR-Brillen nichts mehr von der Umgebung. Sie sehen nur die berechneten Bilder und tauchen in eine virtuelle Welt ein. Bei den AR-Brillen hingegen sieht der Nutzer die Umgebung noch, die Brille ergänzt diese. So können Hinweise eingeblendet werden oder aber auch lagerichtig dargestellte andere Bauteile, die man dann in der realen Welt überlagert sieht.