Automobilzulieferer Pressebericht: Bei der Übernahme von Hella durch Faurecia knirscht es gewaltig

Von Claus-Peter Köth

Mit Forvia als Dachmarke wollten Hella und Faurecia massiv wachsen. Doch laut „Manager Magazin“ läuft die Übernahme alles andere als rund. Faurecia-Chef Patrick Koller vergraule reihenweise Hella-Spitzenmanager.

Faurecia hat Hella im Jahr 2021 übernommen – die Intetgration gestaltet sich aber offenbar schwierig.
Faurecia hat Hella im Jahr 2021 übernommen – die Intetgration gestaltet sich aber offenbar schwierig.
(Bild: ©TSUNG-LIN WU - stock.adobe.com)

Im Februar 2022 riefen Faurecia-Chef Patrick Koller und der damalige Hella-Chef Rolf Breidenbach Forvia aus – einen neuen globalen Top-Automobilzulieferer mit 150.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der im Jahr 2022 über 20 Milliarden Euro Umsatz und fünf Jahre später bereits 33 Milliarden Euro Umsatz erzielen sollte. Ein halbes Jahr zuvor hatte Faurecia die Übernahme von Hella für rund 5,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht.

Nach nunmehr knapp einem Jahr zieht das „Manager Magazin“ eine verheerende Bilanz: Wirtschaftlich laufe es nicht, die Finanzierung der Übernahme bleibe trotz Verkaufs einer Beteiligung, einer Kapitalerhöhung bei Faurecia und einer angekündigten Sonderdividende wacklig. Eine Gruppe von Hella-Aktionären blockiere die komplette Umsetzung der Übernahme, der neue Gigant existiere nicht wirklich. Im Gegenteil: zwischen deutscher und französischer Seite sei ein tiefer Graben aufgebrochen.