Angeschlagenes Start-up Foxconn hilft Byton
Der zuletzt ins Straucheln geratene chinesische Elektroautobauer Byton holt sich den Iphone-Hersteller Foxconn ins Boot. Mit neuen Investoren soll das SUV M-Byte nun produziert werden.
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Mithilfe des Elektronikzulieferers Foxconn will das chinesische Elektroauto-Start-up Byton seine vor gut sechs Monaten gestoppte Produktion wieder aufnehmen. Die beiden Unternehmen haben am Montag (3. Januar) eine entsprechende Zusammenarbeit vereinbart, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Foxconn soll „industrielle Ressourcen und seine Expertise in fortschrittlicher Fertigungstechnologie“ beisteuern. Das Elektronikunternehmen ist als Auftragsfertiger unter anderem Hersteller des Iphones von Apple. Das Ziel sei ein Produktionsstart bis zum ersten Quartal 2022.
Ursprünglich wollte Byton bereits im vergangenen Jahr mit der Produktion beginnen und die ersten Fahrzeuge Ende 2020 ausliefern. Die ersten Vorserienfahrzeuge waren in der Fabrik im chinesischen Nanjing bereits vom Band gelaufen. In der Corona-Pandemie ging dem Unternehmen jedoch das Geld aus. Alle Pläne wurden auf Eis gelegt.
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Neue Geldgeber für Byton
Inzwischen hat das Unternehmen neue Investoren gefunden – darunter FAW und die Stadt Nanjing. Chinesischen Medien zufolge soll Byton stärker in die Strukturen des Hauptanteileigners FAW eingebunden werden. Der Autokonzern gehört dem chinesischen Staat und ist unter anderem Partner von Volkswagen und Toyota.
Bytons erstes Modell M-Byte feierte seine Premiere im September 2019 auf der IAA in Frankfurt. Das Auto zeichnet sich vor allem durch ein riesiges, 48 Zoll großes Display aus, das sich über die komplette Breite des Fahrzeuginnenraums spannt. Byton will vor allem mit seinem Konnektivitätsangebot punkten.
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