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Im Gespräch „Für unsere klassischen deutschen Industriebranchen wird das ein Wettbewerbsaspekt“

Redakteur: Lena Bromberger

Jörn Klingemann, Geschäftsführer von Ficosa, im Kurzinterview über sein Traumauto und warum eine Start-up-Mentalität für Deutschland so wichtig ist.

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Jörn Klingemann, Geschäftsführer Ficosa International GmbH.
Jörn Klingemann, Geschäftsführer Ficosa International GmbH.
(Bild: Ficosa)

Was ist Ihr persönliches Traumauto?

Das klassische Modell des Sportwagens, der heute in Weissach als Klassiker immer noch entwickelt wird.

Wann kaufen Sie sich Ihr erstes Elektrofahrzeug?

In meiner Familie gibt es bereits ein PHEV, das heißt ein Plug-in-Hybridfahrzeug.

Nutzen Sie schon Funktionen des teilautomatisierten Fahrens?

Ja, bis auf die automatische Einparkfunktion nutze ich alle Features, die in meinem Dienstfahrzeug zur Verfügung stehen.

Wann erwarten Sie den Durchbruch von vollautomatisiert oder autonom fahrenden Pkws?

Ich denke, ich werde es noch erleben. Allerdings in einem Alter, in dem ich dann meinen Führerschein (hoffentlich noch) freiwillig abgegeben habe, und dann konsequenterweise meine Mobilität weiter erhalten bleibt.

Im Gespräch

Hier äußern sich Top-Führungskräfte der Automobilindustrie: Wie kamen sie in die Branche? Was würden sie heute anders machen? Wer ist der Mensch hinter dem Manager? Ein kleiner Blick hinter die Kulissen.

Welche Mobilitäts-App findet sich auf Ihrem Mobilgerät?

Solche, bei denen ich glaube, dass Ihr Nutzen während des Fahrens sinnvoll, präzise sowie entlastend ist.

Würden Sie Ihre Daten im Gegenzug für Services zur Verfügung stellen?

Sofort, wenn mein persönlicher Datenschutz gesichert ist und die Servicequalität dadurch optimiert werden kann.

Was halten Sie von der derzeit viel gepriesenen Start-up-Mentalität?

Sehr viel, da wir gerade in Deutschland die Transformation unserer Kreativkräfte, die wir zweifelsfrei haben und die durch Start-ups gefördert werden, um ein Vielfaches beschleunigen können. Für unsere klassischen deutschen Industriebranchen wird das ein Wettbewerbsaspekt, den wir nicht unterschätzen sollten.

Wie viel Zeit verbringen Sie beruflich mit dem Thema digitale Transformation?

Leider zu wenig.

Holen Sie sich aus dem Silicon Valley oder anderen Technologie-Hochburgen Inspiration?

Ja, allerdings versuche ich sehr gezielt unsere Notwendigkeit für kreativen Input zu verorten. Und da gibt es durchaus lokale Unterschiede bei der Suche nach Quellen und Inspiration.

Welchen Studiengang würden Sie heute wählen?

Auf jeden Fall einen technischen Studiengang.

Welchen Rat würden Sie einem automobilen Berufseinsteiger geben?

Think out of the box – im persönlichen wie im beruflichen Bereich.

Über die Person

Der gebürtige Frankfurter Jörn Klingemann, 57, hat einen Universitätsabschluss als Master of Business Administration der Gesamthochschule Kassel. Seit 1991 ist er bei Ficosa und arbeitete für das Unternehmen unter anderem in Detroit/USA und Barcelona/Spanien. Seit 1997 ist der Manager Teil der Geschäftsführung. Im Jahr 2002 wurde Klingemann zudem Geschäftsführer für die Produktionsstätte in Wolfenbüttel, von der aus er seit 2005 die Geschäftseinheit Nutzfahrzeuge leitet. Klingemann wohnt am Wochenende in der Nähe von Frankfurt am Main und fährt als Ausgleich zum Berufsleben mit seiner Frau leidenschaftlich gerne Ski und regelmäßig Mountainbike.

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