Automobildesign

Giorgetto Giugiaro startet Comeback

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Enge Freundschaft mit Piëch

1967 wagte er mit seinem Unternehmen Italy Styling, das er sehr bald in Italdesign umbenannte den Sprung in die Selbstständigkeit. Seine Ziel: professioneller Gestaltungs-Servicebetrieb für die Automobilindustrie weltweit. 90,1 Prozent seiner Anteile verkaufte Giugiaro 2010 an den Volkswagen-Konzern, den Rest vor wenigen Wochen. Ein Grund für die totale Trennung von Italdesign und das Ausscheiden seiner beiden Gallionsfiguren Giorgetto und Fabricio Giugiaro gibt es nicht. Offiziell hieß es lediglich, die Giugiaros wollten mehr Zeit für private Interessen haben. Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die beiden aus Zorn und Frust über den Rückzug Ferdinand Piëchs aus dem Aufsichtsrat des Wolfsburger Konzerns die Brocken hingeschmissen haben: Giorgetto Giugiaro und Ferdinand Piëch sind seit 1972 enge Freunde sind. Damals hatte Piëch kurze Zeit bei Italdesign hospitiert um Erfahrungen in punkto Konstruktion und Karosseriegestaltung zu sammeln. Später war Piëch derjenige, der Giugiaro im gesamten Volkswagen-Konzern wichtige Rollen spielen ließ.

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Jetzt arbeitet der geniale und kreative Italiener, der seine Batterien in kürzester Zeit wieder aufgeladen hat, zusammen mit seinem Sohn erneut am Aufbau eines Designstudios. Angeblich sollen bereits Chinesen und Südkoreaner großes Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert haben. Mit westlichen Unternehmen laufen ebenfalls bereits Gespräche, ist in der Gerüchteküche zu vernehmen.

Übernahme von Bertrone steht im Raum

Der britische Online-Dienst Cardesignnews.com will in Erfahrung gebracht haben, dass die Giugiaros möglicherweise für drei Millionen Euro die Marke Bertone übernehmen wollen, die nach der Insolvenz des Unternehmens – im Gegensatz zur Bertone-Autosammlung, die jüngst versteigert wurde – zum Verkauf steht. Das brächte für Vater und Sohn eine Reihe von Vorteilen: Der Name Bertone hat weltweit immer noch einen guten Klang, zumal, da Giugiaro der Ältere dort einst gearbeitet hat. Außerdem begünstigen Steuerrecht und italienische Bürokratie die Übernahme eines Unternehmens durch ein anderes erheblich, und die Modernisierung bestehender Räumlichkeiten vermeidet unnötigen Verwaltungsaufwand, der in Italien besonders berüchtigt ist. All das käme dem bekanntermaßen recht pragmatischen Designer mehr als entgegen. Es deutet also alles darauf hin, dass in der Erfolgsgeschichte namens Giugiaro ein weiteres Kapitel geschrieben wird.

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