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GKN will Übernahme durch Melrose verhindern

| Redakteur: Nayomi Polcar

Die Beteiligungsgesellschaft Melrose ringt weiterhin um die Übernahme von GKN. Die Briten senken die Mindestannahmeschwelle für ihr Angebot auf 50 Prozent plus eine GKN-Aktie. Der Zulieferer präsentiert indes mit Dana einen „weißen Ritter“.

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GKN wehrt sich gegen die Übernahme durch Melrose.
GKN wehrt sich gegen die Übernahme durch Melrose.
(Bild: GKN)

Für die Übernahme von GKN hatte die Beteilungsgesellschaft Melrose eine Mehrheit von 90 Prozent angestrebt. Außerdem planen sie nun bis zu eine Milliarde Pfund in den GKN-Pensionsfonds zu schießen. Das Übernahmeangebot für GKN erhöhten sie auf 8,1 Milliarden britische Pfund (etwa 9,2 Milliarden Euro) inklusive Schulden. Die Geschäftsführung von GKN lehnt das Angebot jedoch weiterhin ab und präsentiert Pläne einer Aufspaltung. Demnach sollen der Metallurgiebereich (GKN Metallurgy) und weitere kleinere Einheiten veräußert werden. Der Luftfahrtbereich bleibe eigenständig und der Zulieferer GKN Driveline solle an den amerikanischen Zulieferer Dana verkauft werden.

Dana als „weißer Ritter“

GKN gab in seiner Ankündigung vom 9. März 2018, die Einigung zwischen Dana und GKN Driveline zu dem Zusammenschluss mit dem Namen „Dana plc“ bekannt. Der US-Konzern soll demnach 3,5 Milliarden US-Dollar in Aktien an die GKN-Aktionäre ausgeben. Zusätzlich zahlt das Unternehmen 1,6 Milliarden Dollar in bar und übernimmt Pensionsverpflichtungen für rund eine Milliarde Dollar.

Ungewisse Zukunft für GKN

Im Luftfahrtbereich ist GKN Zulieferer von unter anderem Airbus. Der Luftfahrtkonzern hatte sich kritisch über die Übernahmepläne von Melrose geäußert und eine langfristige Eignerstruktur favorisiert. Melrose hingegen ist spezialisiert darauf, Industriekonzerne zu übernehmen, sie auf Rendite zu trimmen und dann wieder zu verkaufen. „Es wäre für uns praktisch unmöglich, GKN in einem solchen Umfeld mit neuen Aufträgen auszustatten, in dem wir nicht wissen, wer der langfristige Investor ist“, sagte Airbus-Zivilflugzeugmanager Tom Williams vergangene Woche der „Financial Times“. Die Annahmefrist für das Melrose-Angebot endet am 29. März.

mit Material von dpa

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