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Zulieferer Grohmann-Chef geht nach Streit mit Elon Musk

| Redakteur: Sven Prawitz

Klaus Grohmann, Gründer von Grohmann Engineering, wurde Ende März in den Ruhestand verabschiedet. Laut Reuters hat sich der ehemalige Geschäftsführer mit Tesla-Chef Elon Musk überworfen und ist nicht freiwillig zurückgetreten.

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Erst im vergangenen November war Grohmann Engineering von Tesla übernommen worden. Jetzt hat der Firmengründer das Unternehmen verlassen.
Erst im vergangenen November war Grohmann Engineering von Tesla übernommen worden. Jetzt hat der Firmengründer das Unternehmen verlassen.
(Bild: Tesla)

Klaus Grohmann ist nicht länger geschäftsführender Gesellschafter des deutschen Maschinenbau-Unternehmens Tesla Grohmann Automation, vormals Grohmann Engineering. Nach unüberbrückbaren Differenzen mit dem Tesla-Chef Elon Musk soll Grohmann bereits vor einem Monat seinen Abschied verkündet haben. Hintergrund ist laut der Nachrichtenagentur Reuters, die sich wiederum auf Insider-Kreise beruft, die unterschiedliche Auffassung der beiden Manager über die weitere Ausrichtung des Unternehmens. Erst im Januar war das Unternehmen mit Firmensitz in Prüm in Rheinland-Pfalz von Tesla übernommen worden. Während Elon Musk darauf pochte, dass Grohmann Engineering künftig ausschließlich für Tesla Entwicklungsarbeit leistet, soll Grohmann darauf bestanden haben, auch weiterhin für seine Stammkunden wie BMW, Daimler und Bosch tätig sein zu dürfen.

In den Ruhestand verabschiedet

In einem offiziellen Statement gegenüber Reuters verkündete Tesla, dass der Abgang Grohmanns ein ganz normaler Vorgang im Zuge der Übernahme gewesen sei. Von etwaigen Streitigkeiten war indes nicht die Rede. Ein Tesla-Sprecher lobte Klaus Grohmann für den Aufbau eines „unglaublichen Unternehmens“. Weiter führte er aus: „Ein Teil von Grohmanns Entscheidung mit Tesla zusammenzuarbeiten war, sich auf seinen Ruhestand vorzubereiten und das Unternehmen in fähige Hände zu geben.“ Angesichts des veränderten Fokus auf Tesla-Projekte habe man sich einvernehmlich entschieden, dass nun der richtige Zeitpunkt für die nächste Management-Generation gekommen sei.

Wesentlich anders stellt Klaus Grohmann die Lage dar: „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr hatte.“ Während Grohmann also das Unternehmen verlässt, bleibt die restliche Grohmann-Führungsmannschaft weiter an Bord. Diese teilte jedoch mit, dass sich die Belegschaft sichtlich unwohl fühle, da man nun sehr stark von einem Kunden abhängig sei. Der Betriebsrat zeigte sich ebenfalls verwundert. Im vergangenen November sei noch erklärt worden, dass alles beim Alten bleibe. Ende März sei man dann doch sehr überrascht gewesen, dass Grohmann nun in den Ruhestand verabschiedet worden sei. Grohmanns Nachfolger ist Lothar Thommes, der zuvor als Vertriebschef des Automobilsektors für Tesla Grohmann tätig war.

Streit um Tarifverträge

Nach forschen Tönen und der Androhung eines Streiks, schlägt die IG-Metall im Streit um die Tarifgehälter der Tesla-Grohmann-Mitarbeiter nun leisere Töne an. Die gestellten Forderungen seien aber weiterhin legitim und das Vorgehen rechtlich geschützt, äußerte sich Christian Schmitz von der IG Metall gegenüber Reuters. Man gebe sich auch zukünftig selbstbewusst, doch durch das erste Angebot von Tesla sei dem Streit immerhin die Schärfe genommen worden. Man habe nun die neuen Forderungen an den Arbeitgeber überreicht. Bedauerlich sei jedoch, dass es bisher noch keinerlei Zusagen für Gespräche über einen Tarifvertrag gebe. Gegenwärtig liege das Lohngefüge der Grohmann-Beschäftigten zwischen 25 und 30 Prozent unter dem Tarifgehalt, zitiert die Nachrichtenagentur dpa den Betriebsratsvorsitzenden Uwe Herzig. Tesla-Boss Elon Musk hatte in einem ersten Statement angeboten, das monatliche Gehalt um 150 Euro zu erhöhen, eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro in Aussicht gestellt und Aktienoptionen im Wert von 10.000 US-Dollar angeboten.

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