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Liegt der Erfolg in der Ferne?
So wundert es nicht, dass es die Hersteller fast gänzlich in die Ferne zieht. Daimler exerziert das seit Jahren und ist schon fast in jedem Winkel der Welt vertreten: mit den eigenen Marken Fuso, Freightliner und Western Star sowie Mercedes-Benz und neuerdings auch dem indischen Ableger BharatBenz.

Darüber hinaus kooperiert der Hersteller mit Foton Motor im chinesischen Joint Venture (Marke „Auman“) sowie mit Kamaz in Russland. Und schlägt daraus auch kräftig Kapital. Sinnfälligstes Beispiel für den weltweiten Gleichschritt bei Daimler Trucks sind die neuen Weltmotoren, die mittlerweile in allen Ländern der Triade Fuß gefasst haben. Sie waren in Europa mit die Ersten, die der Euro 6 entsprachen.
Einen Tick schneller in dieser Hinsicht war nur noch der schwedische Hersteller Scania, dessen Chef Leif Östling kürzlich wegen ganz anderer Dinge Schlagzeilen machte. Hatte ihn doch Ferdinand Piëch erst im Juni dieses Jahres dazu bestimmt, von nun an die Geschicke des jungen Truck-Trios von VW (MAN, Scania und VW Nutzfahrzeuge) zu leiten, bei dem nicht viel voranging.

Der bislang entschiedenste Gegner der Kooperation ist somit plötzlich für ihr Gelingen zuständig.
Keine Vertretung in Nordamerika
Baustellen gibt es genug: Weder MAN noch Scania sind in Nordamerika vertreten. Appetit macht da in erster Linie wohl der US-Hersteller Navistar, der bisher schon bei den Motoren mit MAN kooperierte und obendrein über ein Joint Venture in Indien verfügt (mit Mahindra & Mahindra).
Bei den Komponenten wiederum überschneiden sich die Portfolios beider Unternehmen stark. Darüber hinaus hat der einst vollkommen auf Schwer-Lkw fixierte Östling nun auch noch mittlere und leichte Lkw in globalem Maßstab unter einen Hut zu bringen. Sowie auch möglichst noch den Nachfolger des Transporters Crafter – dessen Karosse heute noch bei Mercedes gebaut wird.
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