IAA Nutzfahrzeuge 2012

Große Lasten

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Von Scania zu MAN

Richten soll es neben Östling bei MAN der Ex-Scania-Mann Anders Nielsen. Er war vorher für die Werke der Skandinavier verantwortlich und lenkt jetzt die Lkw-Sparte von MAN. Die bisherige MAN-Führungsriege war leicht verdutzt, hatte sie doch speziell im Internationalen einiges auf die Beine gestellt: Die Geschäfte in Russland zum Beispiel laufen gut. Es wird sogar eine Fabrik in St. Petersburg gebaut. In China sollen bis Jahresende die ersten Lkw der Marke Sitrak vom Band rollen, die MAN zusammen mit dem chinesischen Hersteller Sinotruk baut. Und in Indien hat der Hersteller das ehemalige Lkw-Joint-Venture mit Force nun gänzlich übernommen und versucht sich ab sofort im Alleingang auf dem Subkontinent. Scania hingegen verkauft in allen Schwellenländern von Indien über China bis hin zu Russland und Brasilien nur die eigenen Premium-Fahrzeuge.

Zukunft „Next Eleven“

Genau in diesen Schwellenländern und den Staaten der sogenannten Next Eleven wird aber künftig ein Großteil der Musik spielen. „Next Eleven“ beschreibt dabei eine Liste von elf Ländern mit hoher Einwohnerzahl, in denen ein ähnlicher wirtschaftlicher Aufschwung denkbar ist, wie in den BRIC-Staaten. Herausgeber dieser Liste war im Jahr 2005 der Goldman-Sachs-Chefvolkswirt Jim O´Neill.

Perspektiven für Europa zunächst positiv

Doch sind auch die mittelfristigen Perspektiven für Europa erst einmal eher positiv. Denn es gibt ein sehr gesundes Nachholpotenzial bis zum Jahr 2014, da der Fuhrpark insgesamt schon etwas überaltert ist. Die Frage ist nur, wie stark das geschehen wird und in welchem Jahr. Ein wichtiger Impuls könnte von der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge ausgehen, bei der die Hersteller in puncto Euro 6 Farbe bekennen müssen. Wahrscheinlich wird die Messe an technischen Neuerungen so reich sein wird wie kaum eine andere IAA zuvor.

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