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Hacker-Angriffe auf Verkehrssysteme: Komplett-Chaos schon bei wenigen Attacken

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Um den Verkehr in der Stadt der näheren Zukunft zum Erliegen zu bringen, müssten Hacker nicht die komplette Fahrzeugflotte angreifen. Schon ein geringer Anteil attackierter Roboterautos würde reichen.

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Schon heute herrscht in Manhattan oft Chaos - Hacker könnten es künftig noch größer machen.
Schon heute herrscht in Manhattan oft Chaos - Hacker könnten es künftig noch größer machen.
(Bild: Peter Weißenberg/ SP-X)

Hacker könnten künftig relativ leicht einen Verkehrskollaps verursachen. So würde es reichen, jedes fünfte vernetzte Fahrzeug über das Internet anzugreifen und zu manipulieren, um den Verkehr in einer Metropole wie Manhattan komplett stillzulegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Georgia Institute of Technology, die nun in der „Physical Review“ veröffentlicht wurde. Auch die Fahrzeuge von Rettungskräften und Polizei könnten sich dann innerhalb der Stadt nicht mehr bewegen. Damit solch ein Szenario eintreten kann, müssten rund 40 Prozent der in der Stadt fahrenden Autos vernetzt sein oder automatisiert fahren.

Die Forscher hatten New York für ihre Berechnungen gewählt, weil die Stadt über ein relativ übersichtliches Straßennetz verfügt. In Städten mit komplizierterer Verkehrsführung könnten Hacker möglicherweise noch leichter ein Chaos anrichten. Dass eine Online-Manipulation einzelner Fahrzeuge möglich ist, haben in der Vergangenheit zahlreiche Tests und Versuche belegt. Eine gleichzeitige Manipulation einer großen Zahl von Autos ist hingegen bislang nicht bekannt.

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