Autonomes Fahren Intel-Tochter kommt bei Plänen für Robotaxis in Deutschland voran

Von dpa/ls

Mobileye will hierzulande selbstfahrende Autos auf die Straße schicken. Dazu hat die Intel-Tochter jetzt eine Zulassungsempfehlung vom TÜV Süd erhalten.

Mobileye kündigte ursprünglich den Start eines Robotaxi-Dienstes in München bereits für 2022 an.
Mobileye kündigte ursprünglich den Start eines Robotaxi-Dienstes in München bereits für 2022 an.
(Bild: Mobileye)

Der geplante deutsche Robotaxi-Service von Intels Auto-Tochter Mobileye rückt näher. Die Technologie der Firma zum autonomen Fahren erhielt eine Zulassungsempfehlung vom TÜV Süd, wie Mobileye am Mittwoch auf der Technik-Messe CES in Las Vegas mitteilte. Mit der Genehmigung werde Mobileye die Pilotphase ausweiten und autonome Fahrzeuge (AV) mit einem Sicherheitsfahrer am Steuer auf allen Straßen in Deutschland betreiben können.

Die vom Chipkonzern im Jahr 2017 gekaufte Firma stattet Fahrzeuge verschiedener Hersteller seit Jahren mit Assistenzsystemen aus und arbeitet auch an Technologie für selbstfahrende Autos. Mobileye kündigte ursprünglich den Start eines Robotaxi-Dienstes in München bereits für das vergangene Jahr an. Jetzt hieß es, die Pilotphase für solche Dienste in Deutschland werde 2023 „weiter an Fahrt aufnehmen“, nachdem von der EU und deutschen Behörden im vergangenen Jahr die rechtlichen Vorgaben auf den Weg gebracht worden seien.

Für die TÜV-Empfehlung stellte Mobileye umfangreiche technische Unterlagen bereit und unterzog das Robotaxi verschiedenen Sicherheitstests.

Mobileye nutzt Fahrzeuge von Nio

Die Mobileye-Fahrzeuge sollen bei Robotaxi-Diensten sowie als On-Demand-Shuttles im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden. Das Unternehmen nutzt in Deutschland Nio ES8, die mit dem autonomen Selbstfahrsystem von Mobileye und Sensoren ausgestattet sind. So sollen zwei unabhängige Erkennungssysteme integriert sein, eines bestehe aus 13 Kameras und das andere aus sechs Surround-Radar-, jeweils drei Langstrecken- und sechs Kurzstrecken-Surround-Lidar-Sensoren.

Mithilfe des „Eye Q“ System-on-Chip sollen die Daten verarbeitet werden. Außerdem könnten so die über das Road-Experience-Management erstellten AV-Karten sowie die Fahrrichtlinien aus dem mathematischen Modell für automatisiertes Fahren, Responsibility-Sensitive Safety, genutzt werden.

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