Intel-Chef Investitionen gegen Chip-Engpässe brauchen Jahre

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Das leidige Thema Chipmangel wird die Autoindustrie noch ein paar Jahre begleiten. Davon geht Intel-Chef Pat Gelsinger aus.

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Das Geschäft mit den Rechenzentren ging deutlich zurück.
Das Geschäft mit den Rechenzentren ging deutlich zurück.
(Bild: sdecoret/Intel)

Der Chip-Riese Intel sieht kein Ende der globalen Halbleiter-Engpässe, die unter anderem Autobauern schwer zu schaffen machen. Die „beispiellose Nachfrage“ strapaziere die Lieferketten in der Branche, sagte der neue Intel-Chef Pat Gelsinger am Donnerstag (22. April). Es fehle an Fertigungskapazitäten, Material für Leiterplatten sowie an Bauteilen. „Wir erwarten, dass die nötigen Investitionen aus der Branche gegen diese Knappheit ein paar Jahre in Anspruch nehmen.“

Gelsinger, der erst vor kurzem die Führung von Intel übernahm, will den Konzern verstärkt als einen Auftragsfertiger etablieren. Rückschläge bei der Entwicklung neuer Produktionstechnik und der Vormarsch der Chip-Architektur der britischen Firma Arm brachten Intel zuletzt verstärkt unter Druck.

Intel lieferte zuletzt über 50 Prozent mehr Prozessoren für Notebooks aus. Der Umsatz der PC-Sparte wuchs um knapp neun Prozent. „Wir sehen keine Anzeichen für eine Abkühlung der PC-Nachfrage“, betonte Gelsinger. Mit dem Arbeiten und Lernen von Zuhause aus bekam der jahrelang schwächelnde Markt schon im vergangenen Jahr einen kräftigen Schub.

Die aktuelle Halbleiter-Knappheit, wegen der mehrere Autohersteller bereits die Fließbänder anhalten mussten, geht unter anderem darauf zurück. Zugleich wurden die Engpässe nach Einschätzung von Experten auch von Vorratskäufen des chinesischen Huawei-Konzerns angesichts von US-Sanktionen verursacht.

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