Internationale Zuliefererbörse IZB 2026: Es geht nicht mehr nur ums Auto

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

In Wolfsburg hat die Internationale Zuliefererbörse begonnen. Der Fokus liegt nicht mehr ausschließlich auf Fahrzeugen.

Die IZB 2026 ist geöffnet vom 27. bis zum 29. Oktober.(Bild:  Thomas Günnel – Automobil Industrie)
Die IZB 2026 ist geöffnet vom 27. bis zum 29. Oktober.
(Bild: Thomas Günnel – Automobil Industrie)

In Wolfsburg hat die 13. Internationale Zuliefererbörse, IZB, begonnen. Bis zum 29. Oktober präsentieren 858 Aussteller aus 36 Nationen ihre Technologien und Produkte für die Automobilindustrie. Veranstalterin der IZB ist die Wolfsburg AG. Die Messe feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. Über 43 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland, vor allem aus China, Italien und der Türkei. Unter den ausgestellten Produkten sind elf Weltpremieren.

In fünf sogenannten Volkswagen Group Hubs können sich Aussteller direkt mit Fachbereichen des Konzerns austauschen. Im Vorfeld wurden im Rahmen eines Call for Proposals 365 Lösungsvorschläge für konkrete technologische Fragen eingereicht. Die Themen umfassen Interieur, Exterieur, Elektronik, Connectivity, Antrieb, Batterie, Karosserie, Fahrsysteme, Beschaffungsprozesse und Künstliche Intelligenz.

„Das Automobil entwickelt sich immer stärker zu einem softwaredefinierten Produkt. Für unsere Kunden zählen innovative Funktionen, höchste Qualität und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte Kai Grünitz, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für Technische Entwicklung. „Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen wir technologische Entwicklungen schneller in unsere Fahrzeuge integrieren. Dafür brauchen wir leistungsfähige Partner, die frühzeitig in unsere Entwicklungsprozesse eingebunden sind. Die IZB bringt uns mit Unternehmen zusammen, die dazu entscheidende Beiträge leisten können.“

Neue Messe-Formate bei der IZB

In einer Cross Industry Area präsentieren Unternehmen branchenübergreifende Produkte. Im Fokus stehen Medizintechnik, Sicherheit und Zivilschutz, urbane Technologien und Kreislaufwirtschaft. Laut des Wolfsburger Oberbürgermeisters Dennis Weilmann geht es dabei auch darum, zusätzliche Märkte zu erschließen und neue Wertschöpfung nach Wolfsburg zu holen. Die Cross Industry Area der IZB zeigt laut Weiler, welche Chancen sich durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Branchen ergeben. Start-ups finden ebenfalls eine Bühne.

„Die IZB ist seit 25 Jahren eine der führenden Fachmessen, bei der Unternehmen Kontakte knüpfen, Kooperationen vertiefen, Technologien präsentieren und gemeinsame Projekte auf den Weg bringen. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen braucht die Automobilindustrie eine solche Plattform, die den Austausch fördert und neue Geschäftsmöglichkeiten“, kommentierte Tim Schumacher, Vorstand der Wolfsburg AG. Zu den Schirmherren der diesjährigen IZB zählen Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann und die Volkswagen-Vorstände Kai Grünitz und Karsten Schnake.

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