Smart Factory Siemens und Nvidia wollen KI-gestützte, autonome Fabrik vorantreiben

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In Erlangen zeigen Siemens und Nvidia, wie der Einsatz von KI Fabriken verändern könnte. Das dortige Elektronikwerk soll als Blaupause für weitere Fabriken dienen.

Das Siemens-Werk Erlangen soll zur weltweiten Blaupause für KI-gestützte, autonome Fertigung werden.(Bild:  Siemens AG)
Das Siemens-Werk Erlangen soll zur weltweiten Blaupause für KI-gestützte, autonome Fertigung werden.
(Bild: Siemens AG)

Vorstandsmitglied Cedrik Neike sieht es als „historische Chance für Deutschland und Europa“, Künstliche Intelligenz in Fabriken zu bringen und im industriellen Maßstab einzusetzen. Nur so könne man die Produktivität weiter steigern und Produktion auch in Hochlohnländern sichern.

Ziel des Einsatzes ist es, Prozesse schneller und flexibler zu machen. Bisher könne man Fabriken zu 30 oder 40 Prozent automatisieren, mit KI seien 70 oder 80 Prozent möglich, sagt Neike.

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KI für optische Kontrollen

Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass es mit ihr möglich wird, dies auch bei vielfältigen und sich verändernden Prozesse zu tun. „Fabriken müssen mit Veränderungen ebenso gut umgehen können wie mit Wiederholungen“, sagt Rev Lebaredian von Nvidia.

In Erlangen zeigen die Unternehmen das am Beispiel der automatischen optischen Kontrolle von Leiterplatten. Im Werk ändern sich diese immer wieder – je nach genauer Konfiguration. Bisher sei es dann nötig gewesen, dem System von Hand beizubringen, wie eine gute Platte auszusehen hat. Das habe jedes Mal mehrere Stunden gedauert und man habe dafür die Produktion anhalten müssen.

Digitaler Zwilling zeigt Sollzustand

Jetzt könne man noch vor dem Start der Produktion aus dem digitalen Zwilling mithilfe von Simulationstechnik von Nvidia ein Bild erzeugen, wie eine fotorealistische gute Leiterplatte aussehen würde – aber auch wie fehlerhafte Platten aussähen.

Eine andere Anwendung ist die Produktionsplanung, bei der ein Mensch letztlich im Dialog mit KI-Agenten festlege, wie sie umgesetzt werde. Auch hier sind digitaler Zwilling und Simulation die entscheidende Grundlage.

Das Interesse an der Technik, die digitale Zwillinge und Simulation zusammenbringe, sei enorm und komme letztlich aus allen Industrien, sagt Neike. Lebaredian hat dafür eine plakative Erklärung: Letztlich sei der digitale Zwilling eine Zeitmaschine, weil er einem durch Simulationen verschiedene Zukünfte zeige. „Und wer könnte nicht eine Zeitmaschine benötigen.“

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