Elektromobilität Jaguar Land Rover setzt auf Leichtbau bei E-Autos

Redakteur: Lena Straßberger

Jaguar Land Rover macht mit einem Forschungsprojekt namens Tucana den nächsten Schritt bei der Entwicklung künftiger Elektrofahrzeuge. Der Automobilhersteller will mit Leichtbau-Stromern bis 2032 mehrere Tonnen CO2 sparen.

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Jaguar Land Rover verfolgt das Ziel, zwischen 2023 und 2032 rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Dabei soll der Leichtbau helfen.
Jaguar Land Rover verfolgt das Ziel, zwischen 2023 und 2032 rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Dabei soll der Leichtbau helfen.
(Bild: Jaguar)

In Rahmen des Forschungsprojekts Tucana schreitet Jaguar Land Rover in der Entwicklung künftiger Elektrofahrzeuge voran. Durch den Einsatz von gewichtssparenden Verbundmaterialien wie Kohle- und Glasfaser sollen sie neben einer erhöhten Reichweite zusätzlich mehr Leistung und Fahrdynamik liefern. Das von Jaguar Land Rover zusammen mit einem Konsortium gegründete Projekt verfolgt das Ziel, zwischen 2023 und 2032 rund 4,5 Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

2022: Erste Tests mit Tucana-Prototypen

Gelingen soll das über zwei Stellschrauben: Gewichtsreduktion bei zugleich erhöhter Karosseriesteifigkeit. Der partielle und gezielte Austausch von Aluminium und Stahl durch Verbundwerkstoffe senke das Gewicht pro Fahrzeug um im Schnitt 35 Kilogramm.

Parallel dazu erhöhe sich durch den Einsatz von zum Beispiel Kohlefaser die Verwindungsfestigkeit um 30 Prozent. Diese Diät erlaube den Einbau größerer Batterien mit höherer Reichweite – ohne steigende CO2-Emissionen.

Jaguar Land Rover erwartet schon für das Jahr 2022, Prototypen für erste Tests auf die Straße schicken zu können. Das von Jaguar Land Rover geführte Konsortium hat eine Laufzeit von vier Jahren und bündelt Akademie- und Industriepartner wie die Warwick Manufacturing Group (WMG), Expert Tooling & Automation, Broetje-Automation UK, Toray International UK, CCP Gransden und The Centre for Modelling & Simulation (CFMS).

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