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Leichtbau-Gipfel 2014 Karosserieleichtbau: Mercedes-Benz S- und C-Klasse

| Redakteur: Michael Ziegler

Harald Colmsee, Leiter Unterboden C-/E-Klasse bei der Daimler AG, erklärt auf dem Leichtbau-Gipfel 2014 in Würzburg (18. und 19. März), wie eine Aluminium-Hybrid-Bauweise den konstanten Gewichtsanstieg den S- und C-Klasse Baureihen verhindern soll.

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Harald Colmsee, Leiter Unterboden C-/E-Klasse, Daimler AG.
Harald Colmsee, Leiter Unterboden C-/E-Klasse, Daimler AG.
(Foto: Stefan Bausewein)

Aufgrund gestiegener Fahrzeugabmessungen sowie neuer Komfort-, Funktions-, Sicherheits- und nicht zuletzt auch Gesetzesanforderungen, ist das Gesamtgewicht der S- und C-Klasse Baureihen über die vergangenen Modellwechsel konstant gestiegen. Dieser Entwicklung soll durch gezielte Strategien im Karosserieleichtbau entgegen gewirkt werden. Die Hauptmotivation ist dabei die Reduktion des CO2-Ausstoßes zwecks Erfüllung der Obergrenzen für Fahrzeugemissionen.

Im Mittelpunkt dieser Maßnahmen steht ein Aluminium-Stahl-Materialmix. „Die Grundidee der Hybrid-Bauweise lautet: Das richtige Material am richtigen Platz“, betonte Harald Colmsee. 51 Oberflächenprozent der S-Klasse bestehen aus Aluminium – 49 aus Stahl. Bei der C-Klasse sind es 49 Oberflächenprozent Aluminium und 51 Stahl. Die Karosseriestruktur besteht bei beiden Fahrzeugen aus einem Mix aus Aluminium-Strangpress-Profilen (nur S-Klasse), Aluminium Druckguss, Aluminium Blech (5.000 + 6.000), ultrahochfester Stahl USIBOR (warm umgeformt), ultrahochfester Stahl, moderner hochfester Stahl, hochfester Stahl und weicher Stahl. Außerdem zu jeweils knapp einem Prozent aus Kunststoff.

Insgesamt konnte durch diese und andere Maßnahmen das Rohbaugewicht der aktuellen S-Klasse um 2 Prozent im Vergleich zum Vorgängermodell verringert werden – bei der C-Klasse sind es ganze 13 Prozent. In den sportlichen Baureihen SLS und SL setzt Daimler sogar einen Vollaluminium-Rohbau ein.

Abschließend faste Colmsee zusammen: „Die Aluminium-Hybrid-Bauweise ist zur Zeit der beste Kompromiss, um funktionale und sicherheitsrelevante Anforderungen zu integrieren sowie das Gewicht zu reduzieren. Leichtbau ist bei Mercedes-Benz das Kernelement in der Rohbauentwicklung.“

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