Insolvenz-Report Keine Pleitewelle in Sicht

Autor: Claus-Peter Köth

Die Insolvenzantragspflicht ist wieder in Kraft gesetzt. Dennoch bleiben Großinsolvenzen bislang aus. Droht nun neues Ungemach, wenn Ende Juni der Schutzschirm für Warenkreditversicherungen ausläuft?

Drohen bei den Autobauern neue Bandstillstände, wenn ab Ende Juni der Schutzschirm für Warenkreditversicherungen ausläuft?
Drohen bei den Autobauern neue Bandstillstände, wenn ab Ende Juni der Schutzschirm für Warenkreditversicherungen ausläuft?
(Bild: Volkswagen)

Großunternehmen können die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weiter gut verkraften. In den ersten drei Monaten 2021 stellten lediglich 15 Firmen mit einem Umsatz größer 20 Millionen Euro einen Insolvenzantrag – davon gerade einmal drei Unternehmen aus dem Automobilsektor. Damit setzt sich der Trend der sinkenden Antragszahlen, der im vergangenen Juni begonnen hatte, trotz einer der größten wirtschaftlichen Krisen fort.

In den drei Monaten vor dem Jahreswechsel registrierten die Amtsgerichte noch 37 Insolvenzen. Das entspricht einem Minus von knapp 60 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Insolvenzquote sogar um 68 Prozent. Damals meldeten 47 Großunternehmen eine Insolvenz an. Weniger Firmenpleiten gab es zuletzt im zweiten Quartal 2018 und im ersten Quartal 2016 mit jeweils 13 Anträgen, so die Ergebnisse des Finance-Insolvenz-Reports „5 nach 12“ der Unternehmensberatung Falkensteg.

Über den Autor

 Claus-Peter Köth

Claus-Peter Köth

Chefredakteur Automobil Industrie & Next Mobility