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Elektromobilität Keysight verkürzt die Lithium-Ionen-Zellfertigung

| Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Maximiliane Reichhardt

Keysight Technologies will die Dauer der Lithium-Ionen-Zellfertigung in etwa halbieren und die Fertigungskosten um annähernd drei Prozent senken können. Schlüssel ist ein neues Messverfahren, das die abschließende Qualitätsprüfung erheblich beschleunigt.

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Der Self Discharge Analyzer mit acht 32-Kanal-Standard-Messsystemen kann aktuell bis zu 2,4 Millionen Batteriezellen im Jahr prüfen.
Der Self Discharge Analyzer mit acht 32-Kanal-Standard-Messsystemen kann aktuell bis zu 2,4 Millionen Batteriezellen im Jahr prüfen.
(Bild: Hartmut Hammer)

Nach ihrer Produktion durchläuft jede Batteriezelle die sogenannte Formierungsphase. Dort wird die Zelle mehrmals geladen und entladen, geprüft, zwischengelagert und nach dieser Ruhephase auf Selbstentladung getestet. Das Problem: Diese Ruhephase dauert zehn bis 14 Tage, bevor man durch einen Vergleich der Zellspannung vor und nach der Lagerung den Grad der Selbstentladung bestimmen kann. Diese lange Lagerphase bindet nicht nur beträchtliche Hallenkapazitäten und Kapital, sondern erhöht auch das Risiko von Kurzschlüssen (bei Zellen mit Produktionsfehlern) und verhindert eine schnelle Rückkoppelung von eventuellen Produktionsfehlern in den Produktionsprozess.

Keysight Technologies, das aus Hewlett Packard und Agilent hervorgegangene Unternehmen, ist das Problem mit einer neuen Messmethode angegangen. Sie wird inzwischen bei einem Kunden in Serie eingesetzt. Die potentiostatische Messmethode ist laut Thomas Götzl, Business Manager Power Applications im Bereich Automotive & Energy Solutions bei Keysight Technologies, „weltweit bisher einzigartig“. Bei ihr wird nicht die Zellspannung, sondern indirekt der Selbstentladungsstrom, ermittelt.