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Leichtbau

Kunststoffkomponenten als Ersatz für Metall im Motor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ein neues Zwei-Komponentenmaterial von 3M Dyneon könnte in Zukunft für Kurbelwellengehäuse und dynamische oder statische Dichtungen als Alternative zu Metall eingesetzt werden.

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Die Materialkombination aus Stanyl Polyamid und Fluorelastomeren soll sich für den Einsatz in Motoren eignen.
Die Materialkombination aus Stanyl Polyamid und Fluorelastomeren soll sich für den Einsatz in Motoren eignen.
(Foto: 3M)

Im Rahmen der Deutschen Kautschuk-Tagung/International Rubber Conference stellten die beiden Unternehmen DSM und 3M Dyneon einen neuen Werkstoff für den Einsatz in Motoren vor. Mit der Materialkombination aus Stanyl Polyamid 46 und 3M Dyneon Fluorelastomeren soll ein wachsender Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie unterstützt werden.

Mechanische Stabilität

Neben dem deutlich geringeren Gewicht gegenüber herkömmlich eingesetzten Metallbauteilen sollen sich durch das zweistufige Herstellverfahren weitere wirtschaftliche und ökologische Vorteile erschließen. Die Zykluszeit des Verfahrens beträgt je nach Bauteil nur 90 Sekunden. Einschließlich der Vulkanisierung und Temperung wären die Teile nach zwei Stunden zum Einbau bereit. Hilfsstoffe wie Phosphate oder lösungsmittelbasierte Klebstoffe sowie die Kosten für Einkauf und Entsorgung sollen entfallen. Beide Komponenten sollen eine mechanische Stabilität und Beständigkeit auszeichnen, auch bei dauerhaft hohen Temperaturen und unter chemischen Einflüssen durch aggressive Medien wie z.B. Öl und Benzin.

Die Materialkombination eigne sich besonders für Kurbelwellengehäuse und dynamische und statische Dichtungen.

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