Facelift

Lada 4×4 Fünftürer: Faszination aus Russland

| Autor / Redakteur: Claus Vogel / Svenja Gelowicz

Mit modernen Telematik- und Infotainment-Systemen kann der Lada 4×4 auch in der Langversion nicht aufwarten; dem Fahrer sei empfohlen, sich diesbezüglich auf sein Smartphone zu verlassen.
Mit modernen Telematik- und Infotainment-Systemen kann der Lada 4×4 auch in der Langversion nicht aufwarten; dem Fahrer sei empfohlen, sich diesbezüglich auf sein Smartphone zu verlassen. (Bild: Lada)

Lange Zeit war er nur als Grauimport lieferbar, jetzt ist er ins offizielle Lieferprogramm aufgenommen worden: Der Lada 4×4 – vormals Niva – als Fünftürer, eine um exakt 50 cm verlängerte Variante des russischen Kultautos.

Seit seinem Debüt 1977 hat sich der Niva wenig verändert. Irgendwann wanderten die horizontal angeordneten Rückleuchten in die Vertikale, der Vierzylinder-Saugmotor erhielt die obligatorische Abgasreinigung, und die Armaurentafel wurde behutsam modifiziert. Das umfassendste Facelift kam mit der Variante „Urban“; sie ist in einigen Detail moderner gezeichnet. Der Betrachter erkennt den Urban an den Stoßflächen in Wagenfarbe.

Die Konversion zum Fünftürer ist relativ grob umgesetzt; in der Dachpartie ist das angesetzte Blech deutlich zu sehen. Die Kundschaft dürfte das allerdings nicht stören: Authentizität steht hoch im Kurs, und die liefert gerade der „lange Niva“ im Übermaß.

83 PS für den Russen

Während die kurze Variante sowohl im extremen Gelände als auch im Stadtverkehr punktet, bietet der Fünftürer sehr großzügige Platzverhältnisse – ohne dabei übermäßig Verkehrsfläche zu beanspruchen. Mit einer Länge von 424 cm, einer Breite von 168 cm und einer Höhe von 164 cm gehört er immer noch zu den Kompakten. Die „Urban“-Variante ist mit ihren modernen Stoßflächen nochmals 10 cm kürzer.

Unter der Haube steckt der bewährte 1,7-Liter-Vierzylinder-Saugmotor mit 83 PS; er bringt den knapp über 1,4 Tonnen schweren Russen in 19 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter auf eine Spitze von 137 km/h. Der Zyklusverbrauch ist mit 9,5 Litern pro 100 Kilometer angegeben – ein ehrlicher Wert.

Mit modernen Telematik- und Infotainment-Systemen kann der Lada 4×4 auch in der Langversion nicht aufwarten; dem Fahrer sei empfohlen, sich diesbezüglich auf sein Smartphone zu verlassen. Immerhin gibt es elektrische Fensterheber.

Ähnlich viel Tradition wie ein Lada 4×4 besitzt eigentlich nur noch das G-Modell von Mercedes-Benz; der Land Rover Defender wurde mittlerweile eingestellt, und der Jeep Wrangler ist mit seinen zahlreichen Modifikationen weitgehend in der Neuzeit angekommen.

12.990 Euro ruft Lada in Deutschland für den 4×4 Fünftürer auf, der „Urban“ kostet 1.300 Euro mehr. Der Dreitürer ist weiterhin im Angebot – für konkurrenzlose 10.790 Euro.

Dieser Artikel ist entstanden in Kooperation mit GTspirit.de

Fahrbericht Lada Niva: Pусский Pеликвия

Offroader

Fahrbericht Lada Niva: Pусский Pеликвия

24.01.15 - Der Lada 4x4, besser bekannt als Niva, ist ein „Pусский Pеликвия“, ein russisches Relikt – aber eines mit einer treuen Fangemeinde. Er darf sich getrost in eine Reihe mit dem Land Rover Defender und der G-Klasse von Mercedes-Benz stellen. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zum Beitrag schreiben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45073775 / Automobile)