Lichttechnik

LED- und Laser-Licht: Leuchtende Konkurrenten

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420.000 verstellbare Mikrospiegel

Aber was glänzt, ist keine Einzelfläche, sondern sie besteht aus 420.000 einzeln verstellbaren Mikrospiegeln, deren Kantenlängen einige hunderttausendstel Millimeter betragen, etwa nur ein Fünftel der Breite eines menschlichen Haares. Die Winzlinge werden durch elektrostatische Felder gekippt, einzeln und zwischen zwei stabilen Endzuständen pro Sekunde bis 5.000 Mal. Je nach Positionen der einzelnen Spiegel innerhalb der hunderttausenden wird das Laser-Licht so auf die Fahrbahn projiziert, dass die Ausleuchtung für den Fahrer optimal an die Umgebungsbedingungen angepasst ist. Audi setzt auf die Positionierung des Laser-Generators im Motorraum. Dieses Prinzip bietet laut Berlitz Vorteile beim Packaging und Design der Scheinwerfer, darüber hinaus erleichtert es das Thermomanagement. Beim Matrix Laser-Licht von Audi werden Fernlicht und Abblendlicht durch Laser erzeugt. Wobei über separate Glasfaserbündel die Laserstrahlen in den Scheinwerfer geleitet werden.

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Auf 300 Metern hochauflösend ausleuchten

Für das Fernlicht fließt der gebündelte Strahl durch einen Konverter, der den blauen „Laserbeam“ in tagweißes Licht umwandelt und ihn durch eine Linse direkt auf den DMD-Chip lenkt und dessen 420.000 Mikrospiegel. Dort wird das Licht des Lasers durch die Mikrospiegel in kleine Pixel zerlegt und über eine „Pupille“, eine Linse, so auf die Straße projiziert, dass diese bis 300 Meter hochauflösend und fein geregelt ausgeleuchtet wird. Beim Abblendlicht kommt der Laserstrahl nicht auf die Mikrospiegel-Fläche des DMD-Chip, sondern fließt durch fünf Kunststofflinsen, die den Strahl erweitern, und anschließen durch die Projektionslinse des Scheinwerfers auf die Fahrbahn. Kamerasensoren hinter der Windschutzscheibe liefern die Informationen vom Vorfeld des Autos an die elektronische Steuerungseinheit, welche die exakte Funktion der Matrix-Laser-Scheinwerfer gewährleisten.

„Fast unendlich viele Lichtverteilungen“

„Mit der DMD-Technologie können wir fast unendlich viele Lichtverteilungen realisieren und für jede Fahrsituation des Autos das ideale Licht generieren“, sagte Entwicklungsleiter Berlitz. Und: „Wir bringen Hollywood auf die Straße, denn die technischen Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt, da DMD-Chips auch in Video-Beamern zu finden sind.“ Das Plus an Sicherheit sieht Berlitz etwa darin, wenn gezieltes Licht dem Fahrer beim Spurhalten in Baustellen hilft oder in Abbiege- und Kreuzungssituationen den richtigen Weg weist – wenn gewünscht und vom Gesetzgeber gestattet mit auf die Straße projizierten Pfeilen oder ähnlichen Grafiken. Das hochauflösende Licht kann auch Verkehrszeichen hervorheben und vermeidet dabei die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer mit höchster Präzision.

Berlitz ist davon überzeugt, dass „wir in den nächsten zehn bis 15 Jahren Innovationen erleben werden, die wir uns heute noch kaum vorstellen können. Vor zehn Jahren waren Laserlicht oder Matrix-LED-Scheinwerfer auch noch Science-Fiction“. Ebenso erhöhten Licht-Innovationen die Sicherheit im Straßenverkehr noch einmal entscheidend.

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