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Lichttechnik LED- und Laser-Licht: Leuchtende Konkurrenten

| Autor / Redakteur: Wolfgang Pester / Thomas Günnel

Xenon- ist besser als Halogen-Licht und im neuen Audi A4 gibt es optional Voll-LED-Scheinwerfer. Doch selbst die noch frische LED-Technik bekommt bereits Konkurrenz: Licht durch Laser-Strahlen leuchtet erstmals die Fahrbahn aus. Wer setzt auf die Laser-Scheinwerfer und warum?

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Die noch frische LED-Technik bekommt bereits Konkurrenz: Licht durch Laser-Strahlen leuchten dieses Jahr erstmals die Fahrbahn aus. Wer setzt auf die Laser-Scheinwerfer und warum?
Die noch frische LED-Technik bekommt bereits Konkurrenz: Licht durch Laser-Strahlen leuchten dieses Jahr erstmals die Fahrbahn aus. Wer setzt auf die Laser-Scheinwerfer und warum?
(Foto: Audi)

Scheinwerfer mit Halogen-Licht sorgen mehrheitlich in den Neuwagen für die „Weitsicht“. Sie sind längst nicht mehr erste Wahl. Die EU hat beschlossen, den Einsatz der als energieineffizient eingestuften Halogenlampen ursprünglich ab dem Jahr 2016 zu verbieten – Mitte April wurde die Frist auf September 2018 verlängert. Doch schon mehr als 30 Prozent der Autokäufer wählen bei Neuwagen Xenon-Licht, das seit rund 25 Jahren den besseren Job macht. Es ist heller als Halogen-Licht, verbraucht weniger Energie, hat eine größere Leuchtdichte und mit rund 2.000 Betriebsstunden eine weit höhere Lebensdauer. Audi verzichtet nun sukzessive auf Halogen-Licht.

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LED-Scheinwerfer lösen Xenon ab

Mit dem neuen Audi A4, der im Herbst sein Debüt haben wird, gibt es Bi-Xenon-Scheinwerfer in der Serienausstattung, der A3-Facelift wird 2016 folgen. Doch das Bessere ist der Feind des Guten, und beim Xenon-Licht sind das die Leuchtdioden. Die sogenannte „Light ­Emitting Diode“ (LED) soll auch fünf Mal länger leben, erklären Ingenieure. LED reduzieren unter anderem die CO2-Emission. So verbraucht ein LED-Tagfahrlicht nur 14 Watt, statt der 300 Watt einer Fahrzeugbeleuchtung mit Abblend-, Schluss- und Begrenzungslicht etc.. Damit lässt sich die CO2-Emission am Tag vergleichsweise um 7,5 g/km verringern. Darüber hinaus bieten die kleinen und schlanken LEDs den Designer mehr Möglichkeiten bei der Karosserie-Gestaltung.

LED und Laser kombiniert

Voll-LED-Scheinwerfer gab es erstmals 2006 optional beim Audi R8. Heute sind sie meist als Sonderausstattung in Premiumwagen zu finden. Wogegen das LED-Licht etwa in Rückleuchten und deren Funktionen bereits seit dem Jahr 2000 einzog. Im Tagfahrlicht und im Rücklicht haben sich LEDs seit zehn Jahren auch als markenspezifische Signatur beziehungsweise Grafik durchgesetzt – Audi fällt hiermit besonders auf. Vor zwei Jahren machte der „Matrix LED“-Scheinwerfer im Audi A8 Furore. Dort wird durch einzeln ansteuerbare Leuchtdioden die Fahrbahn so exakt ausgeleuchtet, dass weder vorausfahrende noch entgegenkommende Fahrzeuge geblendet werden. Doch schon ein Jahr später, 2014, war erstmals vom Laser-Licht im Scheinwerfer die Rede. Denn die Voll-LED-Scheinwerfer der Sportwagen Audi R8 LMX und BMW i8 erhielten mit dem Laser-Spotlight ein zusätzliches Fernlicht, das mit rund 600 Metern weit über die maximal üblichen 300 Meter hinaus reicht.

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