E-Autohersteller Lucid Motors baut weitere Stellen ab

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Lucid Motors baut weitere Jobs ab. Gleichzeitig testet das Unternehmen seine Robotaxis – und will ab 2027 damit in Houston unterwegs sein.

Lucid testet seine Robotaxis aktuell in San Francisco und Houston mit Sicherheitsfahrern an Bord.(Bild:  Lucid Motors)
Lucid testet seine Robotaxis aktuell in San Francisco und Houston mit Sicherheitsfahrern an Bord.
(Bild: Lucid Motors)

Der Elektrofahrzeughersteller Lucid wird rund 18 Prozent seiner Belegschaft abbauen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Leiter des operativen Geschäfts, Marc Winterhoff, hat das Unternehmen demnach verlassen. Lucid wollte gegenüber Reuters keine Einzelheiten zur Anzahl der betroffenen Menschen nennen – erklärte aber, dass die Kürzungen Festangestellte, Zeitarbeiter und Produktionsmitarbeiter betreffen würden.

Die zweite Schicht am Hauptproduktionsstandort für E-Fahrzeuge in Casa Grande, Arizona, ist laut der Nachrichtenagentur gestrichen. Bereits im Februar hatte Lucid zwölf Prozent seiner US-Belegschaft abgebaut. Im Dezember arbeiteten weltweit rund 9.000 Menschen für den E-Autohersteller.

Zulieferprobleme und neue Struktur

Lucid hatte zuvor mit operativen Rückschlägen zu kämpfen. Dazu zählt ein Problem mit einem Zulieferer, das im Februar zu Schwierigkeiten bei der Auslieferung des SUV Gravity führte. Im Mai setzte das Unternehmen laut Reuters seine Produktionsprognose für das Jahr 2026 bis zu einer Überprüfung der Geschäftslage aus.

Der zurückgetretene Marc Winterhoff war über ein Jahr Interims-CEO von Lucid. Er folgte im Februar 2025 auf Peter Rawlinson, der von dieser Position zurückgetreten war . Seit Juni dieses Jahres ist  Silvio Napoli CEO von Lucid Motors.

Die Umstrukturierung wird Lucid nach Unternehmensangaben rund 32 Millionen Dollar kosten. Die Ersparnis beziffert das Unternehmen laut Reuters auf etwa 158 Millionen Dollar jährlich. Wachsen will Lucid vor allem mit seiner Gravity SUV-Plattform und einer kommenden Mittelklasse-Fahrzeugplattform. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Uber und dem Startup Nuro zusammen an Robotaxis.

Robotaxis in San Francisco und Houston

Die Unternehmen wollen ihr Robotaxi-Programm im Laufe dieses Jahres in Houston starten. Nuro testet hier bereits mit Sicherheitsfahrern an Bord. In San Francisco sind die Fahrzeuge bereits auf der Straße, ebenfalls mit Sicherheitsfahrer. 

Ab Mitte 2027 wollen die Unternehmen den Service exklusiv über das Uber-Netzwerk in Houston einführen und in den kommenden Jahren auf weitere Märkte ausweiten. Aktuell sind 100 Fahrzeuge in den beiden Städten testweise unterwegs.

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