Robotaxi Uber plant Großauftrag für VW-Partner Rivian

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Fahrdienstanbieter Uber setzt in den USA auf eine Robotaxi-Zukunft und will zur Plattform für Wagen verschiedener Anbieter werden. Darunter ist offenbar Rivian.

Der US-Elektrohersteller Rivian soll selbstfahrende Fahrzeuge an Uber liefern.(Bild:  Rivian)
Der US-Elektrohersteller Rivian soll selbstfahrende Fahrzeuge an Uber liefern.
(Bild: Rivian)

Der VW-Partner Rivian bekommt die Aussicht auf eine Milliarden-Finanzspritze von Uber. Der Fahrdienst-Vermittler will bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar investieren, um Robotaxis des Elektroauto-Entwicklers auf seine Plattform zu bringen. Die ersten fahrerlosen Wagen auf Basis des neuen Rivian-Modells R2 sollen im Jahr 2028 in San Francisco und Miami eingesetzt werden, wie die Unternehmen mitteilten. 

Zum Jahr 2031 sollen insgesamt 25 Städte bedient werden, hieß es. Entsprechend sind auch die Investitionen gestaffelt. Zunächst soll Rivian 300 Millionen Dollar bekommen – und den Rest mit Erreichen zwischenzeitlicher Ziele. Die Rivian-Robotaxis sollen dabei exklusiv via Uber bestellt werden können. Uber und seine Flottenpartner wollen zunächst 10.000 R2-Fahrzeuge kaufen – mit einer Option auf den Erwerb weiterer 40.000 ab dem Jahr 2030.

Uber arbeitet auch mit Lucid, Nuro und Zoox

Uber will sich als Plattform für Robotaxis verschiedener Anbieter etablieren. So kann man sich in Austin, Atlanta und Phoenix auch fahrerlose Wagen der Google-Schwesterfirma Waymo bestellen. Zudem will Uber Elektroautos von Lucid mit Technik zum autonomen Fahren des Start-ups Nuro sowie selbstfahrende Robotaxis der Amazon-Firma Zoox auf die Plattform bringen.

Rivian setzt große Hoffnungen in den R2, der für das autonome Fahren gerüstet sein soll. Dafür entwickelte die Firma selbst einen Spezial-Chip und wird einen Lidarsensor in die Frontscheibe integrieren. Volkswagen sicherte sich mit einer Investition von bis zu 5,8 Milliarden Dollar Zugang zur Elektronik-Architektur von Rivian. In einem Gemeinschaftsunternehmen entwickeln die beiden Hersteller sie für künftige Elektromodelle des gesamten VW-Konzerns für die westlichen Automärkte weiter.

Prämie für die VW-Tarifangestellten

Mit dem Uber-Deal wächst die Chance, dass sich der Einstieg des Volkswagenkonzerns bei Rivian auszahlt – und die Gewinne wieder steigen, wovon dann die Mitarbeiter profitieren könnten. Zumindest die VW-Tarifangestellten sollen trotz der schwierigen Ertragslage im Konzern nun für das Jahr 2025 doch eine Prämie bekommen und am Gewinn beteiligt werden. Der Vorstand habe eine einmalige Zahlung von 1.250 Euro für die Tarifbeschäftigten beschlossen, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. Unternehmen und Arbeitnehmerseite hatten sich eigentlich auf den Ausfall der Mai-Zahlung aus der Ergebnisbeteiligung geeinigt. Jetzt gebe es unabhängig davon die Prämie mit dem Mai-Entgelt.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche einen Gewinneinbruch nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro vermeldet. Doch der „hohe Einsatz der gesamten Belegschaft hat zu dem guten Ergebnis der Marke Volkswagen geführt“, sagte die VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Es sei nur folgerichtig und fair, dass nun alle Beschäftigtengruppen profitieren, sagte sie in einer Mitteilung an die Belegschaft. Aus dem Umfeld des Gesamtbetriebsrates war zu hören, dass die Vorstellungen zur Prämienhöhe zuvor weit auseinanderlagen. Der Vorstand habe ursprünglich höchstens 500 Euro gewollt.

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