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Chinesischer Automobilbau

Luxusmarke Hongqi - Rote Fahne stolz im Wind

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Komfortabler ausgestattet als ein Rolls Royce

Der H7 ist ein stattliches Auto. Doch gegen den eigentlichen Blickfang auf der Messe ist er klein wie ein Spielzeug. Denn nebenan parkt schon der Entwurf für eine Staatslimousine wie aus der guten alten Zeit. Geschätzte sieben Meter lang und komfortabler ausgestattet als ein Rolls-Royce träumt er von Glanz und Gloria aus vergangenen Zeiten. Selbstverständlich verfügt er deshalb nicht nur über eine Sitzlandschaft, die bequemer ist als jedes Sofa, und Unterhaltungselektronik auf neuestem Stand. Sondern unter der Haube wäre auch Platz für jenen Zwölfzylinder, den FAW angeblich wieder entwickeln will. „Noch ist der L9 nur eine Studie“, dämpft ein Firmensprecher die Euphorie. „Doch wenn die Regierung es ernst meint mit ihrem Patriotismus, kommt sie an einem Auto wie diesem kaum vorbei.“

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Entwicklung zu Lasten von Audi?

Diese Entwicklung ginge vor allem zu Lasten von Audi. Denn über viele Jahre waren Partei und Ministerien im Reich der Mitte Stammkunden bei den Bayern: Rund ein Drittel der 900.000 neuen Dienstwagen pro Jahr, so schätzen es die lokalen Medien, fahren im Zeichen der Ringe. Auch das ist ein Grund dafür, dass die VW-Tochter in China mittlerweile mehr Autos verkauft als in Deutschland. Doch nehmen die Herren der Ringe diesen Trend als lachender Verlierer. Sie sind ganz froh, dass sie mittlerweile 90 Prozent ihrer Autos an Privatleute verkaufen und unter den Flottenkunden vor allem private Unternehmen sind. Denn Kaderfahrzeuge stehen bei postkommunistischen Millionären nicht sonderlich hoch im Kurs, reflektiert Audi den Stimmungswechsel bei den Regierungsbehörden.

Verkauf vorerst nur an Behörden

Gut möglich, dass auch Yun seine „Rote Fahne“ bald gegen einen neuen Audi tauscht. Denn selbst wenn er den neuen H7 haben wollte, wird er den so schnell nicht bekommen. „Wir verkaufen erstmal nur an die Behörden“, sagt ein FAW-Manager und bittet Menschen wie Yun um ein wenig Geduld. Die allerdings kann sich der Chauffeur kaum leisten - zumindest wenn er in Peking bleiben möchte. Schließlich legen die Stadtväter Wert auf ein modernes Straßenbild und machen den Besitzern von älteren Fahrzeugen das Leben schwer, erläutert Yun. „Nach acht Jahren gehen die Steuern dramatisch in die Höhe und nach zehn Jahren ist die Zulassung weg“, schimpft der Fahrer. Mag ja sein, dass die Regierung wieder mehr chinesische Autos auf der Straße sehen möchte. Aber seine Rote Fahne holt er deshalb in spätestens zwei Jahren für immer ein.

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