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Wirtschaft Mahle mit schwacher Bilanz für 2019

| Redakteur: Christian Otto

Der Antriebsspezialist Mahle präsentiert in seiner Bilanz einen hohen Verlust. Hoffnung bieten allerdings Wachstumsfelder rund um Elektronik und Mechatronik – wäre da nicht Corona.

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Keine guten Zahlen konnte Mahle für 2019 präsentieren. Und auch die Aussicht auf 2020 ist getrübt.
Keine guten Zahlen konnte Mahle für 2019 präsentieren. Und auch die Aussicht auf 2020 ist getrübt.
(Bild: Mahle)

2019 war schwach. Anders kann man die Performance von Mahle im vergangenen Jahr nicht bewerten. Als Gründe nannte der Konzern-CEO Jörg Stratmann unter anderem den Umbruch in der Autoindustrie und die Wirtschaftsflaute. Beides habe den Zulieferer mit voller Wucht getroffen.

In Zahlen ausgedrückt: Im vergangenen Jahr machten die Stuttgarter einen Verlust von 212 Millionen Euro. Im Vorjahr stand dort noch ein Plus von 446 Millionen Euro. Auch beim Umsatz gab es einen Knick um 4,2 Prozent auf 12 Milliarden Euro. Stratmann spricht allerdings von „temporären Entwicklungen“, die man „in Kauf genommen“ habe.

2.500 Stellen weniger

Gleichzeitig folgt Mahle einer strikten Kostendisziplin. Dieser sind 2019 weltweit auch etwa 2.500 Stellen zum Opfer gefallen. Allerdings erwartet der CEO ein Wachstum in neuen Technologiefeldern. Dafür habe das Unternehmen im Januar auch den Geschäftsbereich Elektronik/Mechatronik gegründet.

Die angespannte wirtschaftliche Lage werde durch die Corona-Pandemie zusätzlich erschwert. Im März und April 2020 lassen drastische Umsatzrückgänge ein schwierigen Jahr erwarten. Aktuell arbeitet Mahle am Hochlauf der Produktion in Europa. Auch an den anderen internationalen Standorten hatte das Unternehmen die Arbeit eingestellt. Allerdings betonte Stratmann, dass Mahle immer lieferfähig war und man keinen Kunden „lahmgelegt“ habe. Man schaue zudem auf die Lieferfähigkeit der eigenen Lieferanten.

Trotz der schwachen Zahlen betonte der Konzern-Chef, dass Mahle starke finanzielle Reserven habe und begrüßte Vorstöße der OEM-Kunden in Richtung Politik, den Automobilmarkt durch Kaufanreize zu stimulieren.

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