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Beachtliche Fähigkeiten in schwerem Gelände
In schwerem Gelände schieben die Portalachsen die Fähigkeiten des in dieser Disziplin ohnehin hervorragenden G-Modells nochmals weit hinaus. Mit seiner extremen Bodenfreiheit und stark verbessertem Böschungs- und Rampenwinkel nimmt der G500 4x42 selbst gröbstes Terrain ungerührt unter und zwischen die Räder; dank seiner breiten Spur bleibt der Kippwinkel fast unverändert. Bei Testfahrten in einem teildurchströmten Flussbett und in felsigem Gelände kam der Prototyp auch dort noch mit beträchtlicher Geschwindigkeit weiter, wo das serienmäßige G-Modell restlos kapitulieren musste. Als hilfreich erweisen sich dabei die M/T-Geländereifen der Dimension 37x12,5x18 Zoll, die auf zweiteilige Beadlock-Felgen aufgezogen sind. Sie können für den Straßeneinsatz durch 325/55er-Reifen auf 22-Zoll-Alurädern substituiert werden.
Es geht auch komfortabel oder sportlich
Der Radwechsel macht sich auf festem Untergrund deutlich bemerkbar, und tatsächlich erreicht das G-Modell mit Straßenbereifung ordentliche Kurvengeschwindigkeiten. Die elektronisch geregelten Dämpfer lassen sich in den Modi „Comfort“ und „Sport“ einstellen; der Unterschied ist deutlich spürbar. Wunder kann allerdings auch diese neueste Variante nicht liefern: Die Lenkung agiert auch bei dieser Variante eher unpräzise, hohe Querdynamik ist weiterhin nicht die Domäne des G-Modells. Wohl aber die Längsdynamik - erst recht mit jenem 4,0-Liter-V8-Biturbo, der von der M178-Maschine aus dem AMG-Programm abgeleitet ist und in Zukunft viele Mercedes-Typen antreiben wird. Hier liefert er stolze 310 kW/422 PS und bis zu 610 Newtonmeter Drehmoment. Damit spurtet dieses 2,9 Tonnen schwere G-Modell in rund 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitze liegt bei 210 km/h. Untermalt wird die explosive Beschleunigung mit einer Klangkulisse, die auch einem AMG zur Ehre gereichen würde.
Serienproduktion noch fraglich
Die Abgase entweichen standesgemäß jeweils zwei chromglänzenden Endrohren, die links und rechts vor der Hinterachse montiert sind. Sie akzentuieren eine äußerst martialische Form, bei der es sich um einen sicher nicht ganz unerwünschten Nebeneffekt des Breitspur-Fahrwerks mit den Portalachsen handelt. Zum aggressiven Auftritt des G500 4x42 gehören übrigens auch die komplett aus Kohlefaser-Verbundstoff gefertigten Kotflügelverbreiterungen. Und die Frontschürze ziert ansonsten den G63 AMG und den G65 AMG. Zwischen diesen beiden Modellen dürfte das neue Modell dann auch preislich liegen, wenn sich Daimler zu einer Kleinserie entscheidet.
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