Elektro-Sportler Mercedes bringt EQE als AMG-Modell

Quelle: dpa

Die Elektrifizierung nimmt auch bei AMG Fahrt auf: Kurz nach dem Oberklassen-Mercedes EQS widmet sich der Werkstuner auch der oberen Mittelklasse und gibt dem EQE die Sporen.

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AMG EQE 43 mit über 500 Kilometer theoretischer Reichweite in Hyazinthrot Metallic.
AMG EQE 43 mit über 500 Kilometer theoretischer Reichweite in Hyazinthrot Metallic.
(Bild: Mercedes-Benz)

Mercedes-AMG bringt binnen weniger Monate sein zweites Elektroauto in Stellung: Denn kurz nach dem getunten EQS will der Werkstuner auch dem EQE zu Leibe rücken: Als EQE 43 und EQE 53 soll die Limousine noch in diesem Sommer zum Sportler unter Strom werden, kündigte das Unternehmen an. Preise nannte AMG noch nicht. Doch braucht es keine große Fantasie um dafür sechsstellige Summen zu erwarten.

Zwei Motoren und bis zu 687 PS

Während Mercedes den EQE bislang nur als 350er mit einem 215 kW/292 PS starken Motor an der Hinterachse avisiert hat, setzt AMG auf zwei Aggregate und serienmäßigen Allradantrieb. Außerdem seien auch die Luftfederung und die Hinterachslenkung Standard, so der Hersteller.

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Beim EQE 43 kommen die beiden Motoren auf 350 kW/476 PS, und beim EQE 53 stehen 460 kW/626 PS im Fahrzeugschein. Kurzzeitig lässt sich die Leistung dort sogar auf 505 kW/687 PS steigern und das maximale Drehmoment klettert von 950 auf 1000 Nm.

Damit gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,3 Sekunden. Allerdings bremst AMG die Sportler schneller als üblich wieder ein: Für den 43er nennt der Hersteller ein Spitzentempo von 210 km/h, für den 53er ist bei 220 oder gegen Aufpreis bei 240 km/h Schluss.

Über 500 Kilometer und schnelles Laden

Die Energie für diesen Kraftakt liefert ein Akku von 90,6 kWh Kapazität. Der soll Reichweiten zwischen 462 und 533 Kilometern ermöglichen. Geladen wird dabei mit maximal 170 kW, so dass binnen 15 Minuten der Strom für bis zu 180 Kilometer fließt.

Während die Leistung konventionelle AMG-Modelle zum Teil weit übertrifft, hält sich AMG beim Auftritt der Stromer zurück: Das Design ist bis auf den Panamericana-Grill nur mäßig modifiziert. Dieser zitiert optisch den Rennwagen 300 SL Panamericana von 1952.

Völlig eigenständiges Modell in Aussicht

Zwar hat AMG nun schon zwei elektrifizierte Modelle auf mehr Sportlichkeit getrimmt, will es aber beim konventionellen Werkstuning nicht belassen. Sondern spätestens zur Mitte der Dekade verspricht AMG-Chef Philipp Schiemer das erste eigenständige AMG-Modell für die Ladesäule.

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