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Elektronik Milliarden-Deal: Renesas kauft Intersil

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Wolfgang Sievernich

Der japanische Halbleiterhersteller Renesas hat seinen US-Wettbewerber Intersil für 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen. Mit dem Kauf soll das Automotive Geschäft ausgebaut werden.

Der japanische Halbleiterhersteller Renesas übernimmt seinen US-amerikanischen Wettbewerber Intersil für 3,2 Milliarden US-Dollar.
Der japanische Halbleiterhersteller Renesas übernimmt seinen US-amerikanischen Wettbewerber Intersil für 3,2 Milliarden US-Dollar.
(Bild: Kim Kulish Photography)

Wie Renesas bekannt gibt, haben sich die Vorstände beider Unternehmen auf eine Übernahme des amerikanischen Chipherstellers Intersil durch seinen japanischen Konkurrenten geeinigt. Renesas erwirbt damit Intersil für 22,50 US-Dollar pro Aktie in einer Bargeldtransaktion. Der gesamte Kaufpreis liegt damit bei 3,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 2,85 Milliarden Euro. Die Übernahme soll planmäßig in der ersten Jahreshälfte 2017 vollständig abgeschlossen werden.

Damit ginge Renesas bei der Transaktion an das maximale Limit, das man bei dieser Transaktion bereit gewesen sei, einzugehen, teilte Renesas-CEO Bunsei Kure anwesenden Reportern auf einer Pressekonferenz in Tokio mit. Renesas hatte bereits Anfang 2016 angedeutet, eine größere Kriegskasse für mögliche Zukäufe angelegt zu haben, um dem Konkurrenzkampf im Embedded-Markt angesichts der zunehmenden Fusionen und Übernahmen weiter die Stirn zu bieten.

Intersil stark bei Elektro- und Hybridfahrzeugen

Renesas hat seine Strategie im Embedded-Markt zunehmend auf die Entwicklung von Mikrocontrollern und SoCs (System-on-Chip) für den Automotive-Bereich fokussiert. Das Portfolio des Mitwettbewerbers Intersil, der unter anderem Chips zur Steuerung von Batterien in elektrischen und gemischt angetriebenen Fahrzeugen konzipiert, war hier besonders reizvoll.

Renesas erzielt bereits fast die Hälfte des Umsatzes mit Kunden aus dem Autobau, mit dem Zukauf und den Synergien aus den gegenseitigen Geschäftskunden und Marktbereichen soll dieser Anteil nun stark ausgebaut werden. Auch ein internationaler Marktvorteil soll hierdurch erreicht werden: Während Renesas vorrangig bei japanischen Automobilherstellern stark vertreten ist, besitzt Intersil unter anderem eine hohe Marktpräsenz in China.

Weitere Fusionen im Blick

„Renesas beschleunigt seine Konzentration auf Ressourcen in den Segmenten Automotive, Industrie, Infrastruktur und dem schnell wachsenden Internet of Things, um unser weltweites Geschäft aggressiv zu vergrößern und unsere Position als ein führender Lösungsanbieter zu behaupten“ sagte Renesas-CEO Kunsei Bure. Während eine Kombination aus Intersil- und Renesas-Produkten in einem einheitlichem Paket die Position des Unternehmens auf dem Markt deutlich stärke, wäre Renesas weiterhin „aktiv auf der Suche nach weiteren Fusionen“.

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