Motorentechnik für Elektrofahrzeuge
Yasa entwickelt Axialflussmotoren ohne Seltene Erden

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 5 min Lesedauer

Seltene Erden aus China dominieren die Lieferketten für E-Motoren. Yasa, eine Tochter von Mercedes-Benz, will mit zwei neuen Axialflussmotoren genau diese Abhängigkeit durchbrechen.

Dysprosium: Die schwere Seltene Erde wird unter anderem in Hochleistungs-Permanentmagneten eingesetzt, um deren Temperatur- und Entmagnetisierungsbeständigkeit zu erhöhen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Dysprosium: Die schwere Seltene Erde wird unter anderem in Hochleistungs-Permanentmagneten eingesetzt, um deren Temperatur- und Entmagnetisierungsbeständigkeit zu erhöhen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Permanentmagnete auf Basis von Neodym-Eisen-Bor ermöglichen hohe Drehmoment- und Leistungsdichten und sind deshalb in vielen elektrischen Fahrzeugantrieben zu finden. Gerade bei leistungsstarken Motoren kommen jedoch häufig zusätzlich schwere Seltene Erden wie Dysprosium oder Terbium zum Einsatz. Sie verbessern die magnetischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen, erhöhen zugleich aber die Abhängigkeit von Rohstoffen mit geografisch konzentrierten Lieferketten.

Der britische Motorenhersteller Yasa will diese Abhängigkeit mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Project Resilience“ verringern. Das seit dem Jahr 2021 vollständig zur Mercedes-Benz Group gehörende Unternehmen verfolgt dafür zwei unterschiedliche technische Ansätze. Gemeinsam ist ihnen die Axialfluss-Statorplattform von Yasa, während auf der Rotorseite unterschiedliche Konzepte zum Einsatz kommen sollen.