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100 Jahre Preh

Mit Innovationen in die Zukunft

| Autor/ Redakteur: Thomas Günnel / Thomas Günnel

Wie Preh in den 1950er-Jahren mit Innovationen wieder in die Erfolgsspur fand.

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Automobilzulieferer und Spielzeughersteller: Die Unternehmensgeschichte von Preh beinhaltet vielfältige Produkte
Automobilzulieferer und Spielzeughersteller: Die Unternehmensgeschichte von Preh beinhaltet vielfältige Produkte
( Bild: Preh GmbH )

Es ist April 1955. Der Wiederaufbau in Deutschland läuft, und das Wirtschaftswunder erfüllt den Menschen im Westen ihre Konsumträume: Was lange für viele unerreichbar war, ist jetzt mehr und mehr zu kaufen: Waschmaschine, Fernseher und Radio, bald sogar ein eigenes Auto. Für Agnes Preh, die Witwe des Gründers Jakob Preh, und ihren Sohn Walter sind seit der „Stunde Null“ – der Ermordung von Jakob Preh und dem Kriegsende 1945 – nun zehn Jahre vergangen. Anlass, um einmal zurückzublicken.

Sonderheft zum Neuanfang

Das tun sie mit einem Sonderheft der Mitarbeiterzeitung „Preh-Mitteilungen“. Das Besondere: Darin berichten führende Preh-Mitarbeiter über den Neuanfang ihres Unternehmens, den sie hautnah erlebt und mit neuen Produkten gestaltet haben. Die Fertigung, so vermittelt es das Sonderheft, kommt nach Kriegsende nur langsam in Gang. In den schwierigen Verhältnissen der Nachkriegszeit mit Materialnot und Personalmangel stellen die Mitarbeiter Schicht- und Drahtregler sowie Festwiderstände her.

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Ihre Zukunft suchen und finden die Preh-Werke dann immer stärker in Innovationen: „Es wurde viel entwickelt auf anderen Gebieten“, schreibt Fritz Leipnitz, damals Chef der Entwicklungsabteilung. Und meint damit zum Beispiel Scheinwerfer mit eingebautem Horn für Motorräder, Drehzahlbegrenzer für Auto-Motoren oder eine Nabenlichtmaschine für Fahrräder. Als die Rundfunk-Industrie erwacht, sind auch die Regler von Preh wieder gefragt. Die Preostat-Familie entsteht, genauso ein Knopfpotentiometer für schwerhörige Menschen.

Preh, der Spielzeughersteller

Im März 1949 fällt außerdem der Startschuss für ein eher exotisches Geschäftsfeld: Preh wird Spielzeug-Hersteller. Neben verschiedensten Puppen wird auch ein „ferngesteuertes Auto“ mit einer lamellierten Bahn entwickelt. Das Mini-Auto lässt sich über Schleifkontakte beschleunigen und abbremsen und nach links oder rechts steuern.

Zwar nimmt das Experiment keine Fahrt auf und Preh stellt das Spielzeugauto bald wieder ein, die Spielzeugfertigung aber geht weiter. Mit dem „Plastic Baby“, einer Kleinpuppe, bahnt sich Preh erfolgreich den Weg in die Kinderzimmer der Wirtschaftswunderzeit.

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