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Leichtbau-Gipfel 2012 Mit Magnesium in die Großserie

| Autor / Redakteur: Peter Voigt / Bernd Otterbach

Die Magnesium-Legierung MnE21 drängt selbstbewusst in die Reihe der Leichtbauwerkstoffe wie Aluminium und Kohlefasern.

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Prof. Ulrich Bruhnke, Geschäftsführender Gesellschafter der TechMag GmbH, gab beim »Automobil Industrie Leichtbau-Gipfel« 2012 unmissverständlich den Kurs vor: „Wir wollen MnE21 weltweit in Großserien einbringen.“

In Sachen Magnesium-Legierung MnE21 liegen rasante Entwicklungsfortschritte zwischen Bruhnkes Vortrag im Rahmen des »Automobil Industrie Gipfel« von 2010 und heute. Standen damals noch die positiven Materialeigenschaften und die geringen Kosten der Magnesiumlegierung MnE21 im Mittelpunkt, konnte Bruhnke nun von der bevorstehenden Werkseröffnung 2013 in China berichten. Für das Jahr 2014 sind vier weitere Werke für größere Blechteile in Planung. Im Prototypenwerk in Nanjing werden zu Zeit kleinere Bleche produziert. Für China, so Bruhnke, spreche ganz klar das Marktpotenzial. Zudem sei in China Magnesium „grenzenlos verfügbar“.

Mit chinesischen Investoren gestärkt wolle man künftig Zulieferer von Tier 1 bis 3 bedienen. Selbstverständlich sei man auch offen für Lizenzen an Hersteller, so Bruhnke weiter. Das Interesse der Kunden sei ungebrochen groß, aber stets begleitet von der Frage, wer denn die Magnesium-Werkstoff produziere. Deshalb habe sich TechMag für eine Serienproduktion in Eigenregie entschieden.

Magnesium für den Innenraum

Das Marktvolumen im Autobobilbereich für MnE21-Applikationen umfasse, so Bruhnke, rund 75 Millionen Fahrzeuge, bei denen etwa 25 Kilogramm MnE21-Komponenten denkbar wären. Das realistische, mittelfristige Ziel seien 20 Kilogramm MnE21-Komponenten in fünf Prozent dieser Fahrzeuge.

Das Vorgehen ist trotz allem behutsam. Keine wolle keine radikalen Ansätze, sondern sich auf Bauteile konzentrieren, die sofort in Großserie gehen könnten. Prädestiniert dafür sei natürlich der Innenraum. Die Perspektiven für die Karosserie sind laut Bruhnke eher Zukunftsmusik.

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