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Wiener Motorensymposium 2012

Mobile Zukunft mit Plug-in-Hybrid und Verbrennungsmotor

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Firmen zum Thema

Mehr Effizienz mittels Hybridisierung

Der nächste Schritt zu noch mehr Effizienz ist dann die Hybridisierung, besonders mit Plug-in-Technik. Hier sieht Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Hatz den Panamera Plug-in-Hybrid „als den nächsten logischen Schritt“. Eine höhere Leistung des Elektromotors als im Panamera Hybrid sowie eine gesteigerte Batteriekapazität sorgen für eine größere Reichweite. Noch weiter geht der 918 Spyder: Ab Herbst 2013 können die Kunden über eine Systemleistung von gut 560 Kilowatt aus einem Verbrennungs- und zwei Elektromotoren verfügen.

Freude am Fahren mit mehreren Antriebsquellen

Auch bei BMW soll sich künftig die Freude am Fahren aus mehreren Antriebsquellen einstellen. Im Konzeptfahrzeug i8 – das ab dem nächsten Jahr für Kunden verfügbar sein soll – sorgen ein Dreizylinder-Ottomotor mit 164 Kilowatt (Antrieb der Hinterachse) und ein Elektromotor mit 125 Kilowatt (Vorderachse) für den Vortrieb. Etwa 35 Kilometer kann der i8 Concept elektrisch fahren. Der Dreizylinder-Ottomotor dient auch als Range Extender.

Soweit ist Daimler noch nicht. Thomas Weber sagte in Wien, dass die nächste S-Klasse mit Plug-in-Technik lieferbar sein wird. Die jetzt präsentierte E-Klasse Hybrid hat noch keinen Anschluss für das Stromnetz. Nach PSA setzt jetzt auch Daimler auf den Hybrid mit Dieselmotor: Die Basis ist der OM 651 mit 150 Kilowatt Leistung. Der Elektromotor mit 20 Kilowatt Leistung ist zusammen mit der nassen Anfahrkupplung in der Getriebeglocke integriert. Alle anderen Komponenten des elektrischen Antriebs sind im Motorraum verbaut..

Im Gegensatz zu den Hybriden mit Ottomotor in der S- und der ML-Klasse ist der erzielbare Wirkungsgradgewinn durch Lastpunktverschiebung im Teillastbereich bei Dieselmotoren gering. Der Grund: Selbstzünder weisen bereits einen guten Wirkungsgrad bei allen Drehzahlen auf. Somit stand eine erhöhte Rekuperation im Mittelpunkt der Bemühungen.

Hybrid mit Ladekabel für 95 Gramm CO2 pro Kilometer

Warum der Hybrid mit dem Ladekabel en vogue ist, ist klar: Die für das Jahr 2020 geplanten Kohlendioxid-Grenzwerte von durchschnittlich 95 Gramm pro Kilometer sind so zu schaffen. Außerdem bietet dieses Konzept das Potenzial, die höheren Kosten – im Gegensatz zur ausschließlichen Elektrotraktion – mittels geringerem Kraftstoffverbrauch zu kompensieren. Allerdings müssen dafür der Wirkungsgrad, die Lebensdauer und der Preis der Batterie verbessert werden.

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