LMFP-Zellen Modulare Batterien mit neuer Zellchemie für Nutzfahrzeuge

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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BMZ Poland und EVE Energy entwickeln ein modulares Batteriesystem für Nutzfahrzeuge. Eine neue Zellchemie soll die Lücke schließen zwischen LFP- und NMC-Akkus.

BMZ und EVE Energy entwickeln eine Batteriezellchemie für Nutzfahrzeugakkus.(Bild:  BMZ Poland)
BMZ und EVE Energy entwickeln eine Batteriezellchemie für Nutzfahrzeugakkus.
(Bild: BMZ Poland)

BMZ Poland und EVE Energy haben bei der IAA Transportation eine modulare Batterieplattform für Busse, Lkw, Land- und Baumaschinen, Spezialfahrzeuge und Schiffe vorgestellt. LMFP-Zellen, Lithium-Mangan-Eisenphosphat, sollen zudem die Lücke schließen zwischen günstigen LFP-Batterien und NMC-Akkus mit hoher Energiedichte.

LMFP unterstützt laut der Unternehmen mehr als 4.500 Ladezyklen bis zu einem Gesundheitszustand von 80 Prozent bei einer Entladetiefe von 100 Prozent. Nutzbar sind demnach 100 Prozent der Nennenergie. Die nächste Generation soll mehr als 5.500 Ladezyklen aushalten und 85 Prozent ihrer Kapazität bei -20 Grad Celsius behalten. Bei LFP sind es laut Unternehmen rund 75 Prozent.

Erste Kundenmuster ab 2027

Die Batteriemodule sind in zwei Modulformaten verfügbar.(Bild:  BMZ Poland)
Die Batteriemodule sind in zwei Modulformaten verfügbar.
(Bild: BMZ Poland)

Ein LMFP-Batteriesystem kann laut der Unternehmen in einem elektrisch angetriebenen Fernverkehrs-Lkw bei gleichem Energiebedarf bis zu zehn Prozent leichter sein als eine vergleichbare LFP-Batterie. LMFP ermöglicht zudem das Laden mit bis zu einem Megawatt und 2,2C. So soll der Ladestand in unter 25 Minuten von zehn Prozent auf 80 Prozent steigen können. Bei LFP sind es rund 35 Minuten; die notwendige Ladeleistung vorausgesetzt.

Erste Kundenmuster einer Batterie mit der neuen Zellchemie planen die Unternehmen für das Jahr 2027. Serienlieferungen soll es ab Mitte 2028 geben. Die Batterie basiert auf der Plattform „Versora“ von BMZ. Diese ist in zwei Modulformaten verfügbar, die an unterschiedlichen Stellen im Fahrzeug verbaut werden können. Einige BMZ-Kunden testen bereits Muster der Batterieplattform mit NMC-Zellen.

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(Bild: VCG)

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Die Module sind stapelbar. Externe Adapter ermöglichen es, die Module an Einbaukonfigurationen anzupassen, ohne den Akku dafür neu zu konstruieren. Gemeinsame Komponenten sind damit in unterschiedlichen Fahrzeugen einsetzbar.

Das Batteriesystem für NMC- und  LMFP-Zellen zum Beispiel hat identische Maße, identisches Gewicht, dieselbe elektrische Schnittstelle und arbeitet in denselben Spannungsklassen. Außerdem können innerhalb derselben mechanischen Architektur unterschiedliche Zellchemien verbaut werden.

Die Zusammenarbeit zwischen BMZ Poland und EVE Energy umfasst Zellentwicklung, Produktionskapazitäten und Batteriesystemtechnik.

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