Smart Engineering „Nachhaltig und leicht bauen ist ein Balanceakt”

Von Thomas Günnel

Smarte Entwicklung, Leichtbau, Werkzeugbau, Fahrzeugschutz: Ronald Gerschewski leitet die Unternehmensgruppe Welp Group. Im Gespräch beschreibt er, wie vielfältig Entwicklungsarbeit heute ist.

Ronald Gerschewski ist geschäftsführender Gesellschafter der Welp Holding.
Ronald Gerschewski ist geschäftsführender Gesellschafter der Welp Holding.
(Bild: Welp Group)

Herr Gerschewski, smarte Entwicklung beinhaltet auch digitale Prototypen, Simulation und AR/VR. In welchem Umfang setzen Sie diese Techniken ein?

Smarte Entwicklung bedeutet für uns, ein Projekt effektiv und effizient zu bearbeiten, es zielgerichtet umzusetzen und neueste Techniken bei der Entwicklung einzusetzen. Bereits während der frühen Absicherungsphase von gesetzlichen, speziellen und funktionellen Anforderungen verwenden wir spezifische Tools, zum Beispiel „Design Failure Mode and Effect Analysis“ und „Design of Experiment“, kombiniert mit linearen und nichtlinearen Simulationstools zur Auslegung und Dimensionierung, und ermitteln beziehungsweise optimieren Zielgrößen. Außerdem nutzen wir die Mehrkörpersimulation und lineare und nichtlineare FEM-Berechnungen.

Welche Vorteile bringen Ihnen die Tools?

Mit Hilfe von Virtual Reality und Augmented Reality können wir Kunden frühzeitig einbinden und ihnen bereits in der virtuellen Projektphase einen realitätsgetreuen Eindruck von Komfort, Ergonomie, Anmutung, Ausstattung etc. vermitteln. Aufgrund steigender Produktvarianten, verkürzter Produktzyklen und den daraus resultierenden kurzen Entscheidungsfindungen ist VR/AR ein ideales Tool für die visuelle Darstellung. Dabei sollte aber vor allem die Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen nicht vergessen werden.