Fahrpräsentation

Neuer Audi R8: Für Motorsport und Alltag

Seite: 2/4

Firma zum Thema

Optionales Laserlicht

Neben den technischen Neuerungen soll der Sportwagen auch beim Design punkten. Hier hat der Hersteller im Frontbereich nur wenige Änderungen einfließen lassen. Größtes Unterscheidungsmerkmal sind die LED-Scheinwerfer, die mit ihrem senkrechten Tagfahrlicht die neue eckigere Linie des R8 einfach, aber deutlich charakterisieren sollen. Beim optional erhältlichen Laser-Fernlicht generiert jeweils ein Laser-Modul pro Scheinwerfer einen Lichtkegel mit der doppelten Leuchtweite (600 Meter) des Voll-LED-Scheinwerfers. Pro Modul kommen vier Laserdioden zum Einsatz. Bei einem Durchmesser von 300 Mikrometern erzeugen diese einen blauen Laserstrahl mit einer Wellenlänge von 450 Nanometern. Ein Phosphorkonverter wandelt ihn in verkehrstaugliches weißes Licht um. Mit einer Farbtemperatur von 5.500 Kelvin sollen Kontraste für das menschliche Auge besser erkennbar werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 18 Bildern

Beleuchteter Motorraum

Der Laserspot, der ab 60 Stundenkilometern aktiv wird, ergänzt das LED-Fernlicht des R8 und soll dem Fahrer aufgrund der hohen Reichweite mehr Sicht und Sicherheit vermitteln. Wie schon in anderen Modellen eingeführt, erkennt eine Kamerasensorik andere Verkehrsteilnehmer und blendet sie aktiv aus. Auch am Heck nehmen die Leuchten und Lufteinlässe optisch Bezug aufeinander. Hübscher Nebeneffekt: Die Heckscheibe gibt den Blick auf den beleuchteten Motorraum frei. Zudem hat der R8 einen elektrisch ausfahrenden Spoiler, der R8 V10 plus in Motorsportmanier sogar einen feststehenden Flügel aus CFK.

Evolution im Innenraum

Die Evolution erfährt der Fahrer im Innenraum: Dort hat es Audi mit dem Virtual Cockpit geschafft, die Mittelkonsole zu verschlanken und alle wichtigen Informationen in ein 12,3 Zoll großes Display direkt vor den Fahrer zu platzieren. Statt wuchtigem Infotainment in Standardbauweise wie beim bisherigen R8 konnte Audi alle Anzeigemodi im neuen digitalen Kombiinstrument unterbringen. Ob traditionelle Angaben zu Tempo, Leistung und Verbrauch, oder Navigation, Fahrprogrammen, Beschleunigungs-, Verzögerungs- und Seitenkräften – alles wird über das mittig platzierte Display gleich hinter dem Lenkrad ersichtlich.

Das Multifunktionslenkrad plus bringt neben den Tasten für das MMI zwei große, runde Satellitentasten mit – eine für den Start und Stopp des Motors und eine für die Grund-Modi von Audi drive select. Beim Performance-Lenkrad kommen zwei weitere Tasten hinzu – für die Steuerung der Abgasanlage und für den Performance-Modus. Bei den Bezugsmaterialien wählen die Kunden zwischen Alcantara/Leder Perlnappa und Leder Feinnappa, dazu gibt es Blenden in Sicht-Carbon und zwei Lederpakete. Wer es noch individueller möchte, kann sich den Dachhimmel aus Alcantara mit Rautensteppung fertigen lassen. Fünf Ausstattungsfarben sind lieferbar.

Motor: V10 in zwei Versionen

Der Motor des neuen R8 ist in zwei Ausführungen erhältlich – mit 5,2 Liter Hubraum und 397 kW/540 PS sowie 449 kW/610 PS. Und das alles ganz ohne Turbo, wie bei Ferrari oder McLaren. Neben der indirekten Einspritzung sorgt das COD (abgekürzt für Cylinder On Demand oder zu deutsch: Zylinderabschaltung) für Überraschung. Denn wie auch schon in anderen Modellen aus dem Volkswagen-Konzern kann der R8 eine ganze Zylinderbank abschalten und bei der Schubabschaltung Kraftstoff und Emissionen sparen. Das Topmodell beschleunigt in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer und weiter bis 330 Stundenkilometer Spitze.

(ID:43516206)