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Neuer Audi R8: Für Motorsport und Alltag

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Höhere Reichweite

Die T-förmige Batterie liegt strukturintegriert im Mitteltunnel und hinter der Fahrgastzelle. Mit ihrem tief liegenden Schwerpunkt soll sie die Dynamik des elektrischen Sportwagens unterstützen. Eine von Audi selbst entwickelte Hochvolt-Batterie in Lithium-Ionen-Technik wurde konsequent auf den elektrischen Fahrzeugantrieb ausgelegt. Der größte Unterschied zum Vorgänger konnte aber mit einer Leistungssteigerung von 49 auf etwa 90 kWh erzielt werden. Die Energiedichte stieg von 84 Wh/kg auf 152 Wh/kg.

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Trotz Mehrleistung soll sich die Reichweite des R8 e-tron gegenüber dem Vorgänger verdoppelt haben. Statt magerer 215 Kilometer muss der Fahrer jetzt erst nach 450 Kilometern an die Steckdose – zumindest laut Werksangabe. Denn die Reichweite hängt stark vom Fahrverhalten ab: Der zweimal 170 Kilowatt starke Elektroantrieb dürfe es einem nicht leicht machen, besonnen und zurückhaltend mit dem Gaspedal umzugehen. Obwohl die Beschleunigung bei 3,9 Sekunden auf die 100 Stundenkilometermarke und die Höchstgeschwindigkeit bei 250 Stundenkilometern liegen, soll ein elektromechanisches Bremssystem hohe Rekuperationsraten ermöglichen.

Fertigung bei der Quattro GmbH

Die Fertigung des R8 LMS erfolgt ebenfalls bei der Quattro GmbH in den „Böllinger Höfen“. Audi weist 50 Prozent Gleichteile zum Serienfahrzeug aus. Die Karosserie des GT3-Rennautos basiert auf dem punktuell verstärkten Multimaterial-ASF aus Aluminium und CFK. Ein Sicherheitskäfig ergänzt ihn – seine Montage erfolgt, bevor die Karosserie ihr Dach erhält. Der Sicherheitssitz mit der Bezeichnung PS1 ist fest mit dem Chassis verbunden, was die Steifigkeit erhöht. Lenksäule und Pedale lassen sich verstellen. Ein neuartiges CFK-Element im Hinterwagen schützt den Fahrer bei einem Heckaufprall. Mit Ausnahme des Dachs besteht die Außenhaut aus CFK, das Homologationsgewicht des hinterradgetriebenen Rennwagens beträgt 1.225 Kilogramm.

Ab 165.000 Euro

Der V10-Motor ist mit dem Serienaggregat praktisch identisch, allein auf die Saugrohreinspritzung wurde verzichtet. Er leistet etwa 430 kW (zirka 585 PS) – abhängig vom jeweiligen Reglement und dem darin festgelegten Luftmassenbegrenzer. Als Revisionsintervall plant Audi 20.000 Kilometer.

Das neu konzipierte Sechsgang-Getriebe, das über Wippen pneumatisch geschaltet wird, ist etwa 20 Kilogramm leichter als sein Vorgängeraggregat, die Kupplung wird elektrohydraulisch betätigt. Klassische, leichte Rennsport-Querlenker führen die Räder, die Reglements-bedingt 18 Zoll Diagonale haben. Auch bei der Lenkung und den Radlagern nutzt der Rennwagen spezielle Bauteile. Der Vorverkauf für den neuen Audi R8 startete am 13. Mai 2015 – der Einstiegspreis für den Audi R8 V10 liegt bei 165.000 Euro, für die Top-Variante Audi R8 V10 plus bei 187.400 Euro. Im Herbst erfolgen die ersten Auslieferungen.

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