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Viel Platz für die Klasse
Das beste Argument für den Sentra ist allerdings sein üppiges Raumangebot. Obwohl der Wagen auf der neuen Plattform zugunsten von Gewicht und cW-Wert sogar etwas flacher und schmaler geworden ist, bietet er mehr als genug Raum auf allen Plätzen. Die Sitze dürften zwar etwas üppiger sein, und ein bisschen bessere Polster würden auch nicht schaden. Aber selbst wenn es sich vorne zwei große Erwachsene bequem machen, muss bei 2,70 Metern Radstand im Fond keiner die Füße einziehen. Und der Kofferraum ist mit seinen 428 Litern allemal groß genug für eine längere Reise. Nur muss man beim Einladen ein bisschen vorsichtig sein, weil Federn und Zugstangen nicht verkleidet wurden, sondern offen unterhalb der Hutablage laufen – aber irgendwie müssen die Japaner ja auf ihren Kampfpreis kommen – und in den Neunziger Jahren gab es auch deutsche Fabrikate mit einer derartigen Konstruktion.
„Das sparsamste Auto seiner Klasse“
Zwar fahren sie in Nordamerika noch immer am liebsten ihre Pick-Ups und Geländewagen. Doch auch jenseits des Atlantiks ist „Fuel Economy“ mittlerweile ein wichtiges Thema – vor allem in einer derart vom Preis diktierten Klasse wie den kompakten Limousinen. Deshalb hat auch Nissan beim Generationswechsel an vielen Schrauben gedreht, um den Durst des Sentra zu zügeln. Nicht umsonst ist der Wagen auf der neuen Plattform rund 75 Kilo leichter und deutlich windschlüpfiger geworden. Außerdem fährt er mit einem neuen 1,8-Liter-Motor und einer überarbeiteten CVT-Automatik vor. Und den Fahrer trainieren die Japaner mit einem detaillierten Bordcomputer, der jeden Kilometer kommentiert und einem zum leichten Gasfuß überreden will. Unter dem Strich bringt das zusammen einen Verbrauchsgewinn von 13 Prozent, freuen sich die Japaner und stellen zum Beispiel in der kanadischen Norm einen Mittelwert von 5,8 Litern in Aussicht. „Das macht den neuen Sentra zum sparsamsten Auto seiner Klasse“, verspricht Nordamerika-Chef Al Castignetti.
Knapp über sechs Liter sind möglich
Das stufenlose Getriebe bremst zwar nachhaltig den Vorwärtsdrang des mit seinen 96 kW/130 PS ansonsten ganz quirligen Vierzylinders, nervt vor allem auf Steigungsstrecken mit seinen hohen Drehzahlen und dem sägenden Sound. Und von der Eco-Taste lässt man besser die Finger, wenn man es auch nur ein bisschen eilig hat. Aber wer den Sentra mit sanftem Gasfuß bedient und ein bisschen vorausschauend fährt, braucht tatsächlich kaum mehr als sechs Liter und kommt mit einer Tankfüllung gut 800 Kilometer weit.
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