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Fahrbericht Nissan Sentra: Der japanische Jetta

| Autor / Redakteur: SP-X/Benjamin Bessinger / Thomas Günnel

Als handliche Stufenheck-Limousinen sind Autos für die Kompaktklasse überall auf der Welt groß im Kommen. Nicht umsonst drängen mit CLA & Co selbst die deutschen Nobelhersteller in dieses Segment. Nissan kann darüber nur lachen. Mit dem nagelneuen Sentra sind die Japaner für den Run auf die Viertürer bestens gerüstet – beinahe zumindest.

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Stufenheck-Limousinen erfreuen sich in der Kompaktklasse wachsender Beliebtheit. Nissan hat mit dem Sentra ein entsprechendes Fahrzeug, vorrangig für den Nordamerikanischen Markt, im Programm – ein Fahrbericht.
Stufenheck-Limousinen erfreuen sich in der Kompaktklasse wachsender Beliebtheit. Nissan hat mit dem Sentra ein entsprechendes Fahrzeug, vorrangig für den Nordamerikanischen Markt, im Programm – ein Fahrbericht.
(Foto: Nissan)

Qashqai, Juke und Note – in Europa hat sich Nissan vor allem als Nonkonformist einen Namen gemacht und sich in den letzten Jahren bewusst aus den etablierten Segmenten zurückgezogen. Wo die Konkurrenz wie VW mit dem Golf auf Fünftürer mit Steilheck setzt, bieten die Japaner als pfiffige Alternative den Crossover Qashqai. Und statt einfach den Tiguan zu kopieren, haben sie mit dem Juke das erste SUV-Coupé im bürgerlichen Preisrahmen aufgelegt. Doch so innovativ sich die Marke beim Zuschnitt ihrer Modelle auch geben mag – sie kann auch konservativ. Denn dort, wo klassische Formen gefragt sind und die Kunden es gerne ein bisschen spießiger mögen, gibt es von Nissan natürlich auch ganz konventionelle Autos – zum Beispiel den nagelneuen Sentra.

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Entwickelt und gebaut vor allem für Nordamerika, tritt er in der Klasse der bezahlbaren Kompaktlimousinen gegen Autos wie den Toyota Corolla, den Honda Civic und nicht zuletzt gegen den VW Jetta an. Doch die Zahl der Wettbewerber wird weiter wachsen. Denn dieses Segment ist derart vielversprechend, dass von oben sogar Marken wie und Mercedes mit dem CLA Audi mit dem A3 Stufenheck hinein drängen. Und von unten kommen neue Konkurrenten wie die China-Marke Qoros mit dem gefälligen GQ3.

Günstiger als ein VW Polo

Obwohl in der Basisversion keine 16.000 US-Dollar teuer und damit umgerechnet billiger als in Deutschland jeder VW Polo, ist der 4,62 Meter lange Sentra kein Billigauto: Elegant und ziemlich modern gezeichnet, überrascht er vor allem innen mit ein paar modernen Features, die in dieser Klasse längst nicht alle zu bieten haben: Der Schlüssel zum Beispiel bleibt beim Aufschließen und Anlassen in der Hosentasche, Scheinwerfer und Rückleuchten haben mit LED-Einsätzen einen unverwechselbaren Look. Die Materialwahl ist für ein Auto in dieser Preisklasse mehr als ordentlich. Und natürlich sind auch zeitgemäße Extras wie ein Online-Navigationssystem mit Google-Suche und eine ordentliche Bluetooth-Verknüpfung für das Handy an Bord.

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