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Leichtbau Nockenwellenmodul aus Plastik: Leicht und leise

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Svenja Gelowicz

Motorteile sind meist aus Metall gefertigt. Zumindest für das Nockenwellengehäuse könnte es bald eine Materialalternative geben.

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Das Kunstoff-Modul für die Nockenwelle ist leichter als die Alu-Alternative.
Das Kunstoff-Modul für die Nockenwelle ist leichter als die Alu-Alternative.
(Bild: Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie)

Weniger Verbrauch und ein günstigerer Fahrzeugschwerpunkt – beides verspricht ein neuartiges Nockenwellenmodul aus Kunststoff, das das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie nun vorgestellt hat. Gegenüber der üblichen Bauweise aus Aluminium-Guss wiegt die Ausführung aus faserverstärkten Duromeren weniger. Dadurch sinkt auch das Fahrzeuggewicht, und zwar an einer günstigen Stelle am oberen Ende des Motorblocks. Das hat positive Effekte auf das Fahrverhalten, weil der Schwerpunkt etwas niedriger liegt.

Mahle und Daimler arbeiten an Serienumsetzung

Dazu sollen weitere Vorteile kommen: eine besonders günstige Fertigung sowie eine im Vergleich zu Aluminium geringere Geräusch- und Vibrationsentwicklung. Bislang existiert das Kunststoff-Gehäuse als funktionsfähiger Demonstrator vor, an einer Serienumsetzung arbeiten die Forscher nun gemeinsam mit Industriepartner, darunter Daimler und der Automobilzulieferer Mahle.

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