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Energieträger

Norddeutsche Bundesländer wollen mit Wind grünen Wasserstoff produzieren

| Autor/ Redakteur: ampnet/jri / Thomas Günnel

Wasserstoff hat Potenzial: zum Beispiel als Speicher von Energie aus Windkraft und als künftiger „grüner“ Energielieferant. Die norddeutschen Bundesländer haben deshalb eine gemeinsame Wasserstoff-Strategie erarbeitet.

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Die norddeutschen Bundesländer fordern den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft. Bis zum Jahr 2025 könnte ausreichend Wasserstoff für rund 150.000 Fahrzeuge wie den Toyota Mirai (im Bild) vorhanden sein.
Die norddeutschen Bundesländer fordern den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft. Bis zum Jahr 2025 könnte ausreichend Wasserstoff für rund 150.000 Fahrzeuge wie den Toyota Mirai (im Bild) vorhanden sein.
(Bild: Toyota)

Schulterschluss der fünf norddeutschen Küstenländer für den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft als Säule der Energie- und Verkehrswende: Bei ihrem Herbsttreffen in Lübeck verabschiedeten die für Wirtschaft und Verkehr zuständigen Minister und Senatoren am vergangenen Freitag eine gemeinsame „Norddeutsche Wasserstoffstrategie“. Dabei sollen die Windräder die grüne Energie für die Elektrolyse liefern, die Strom in Wasserstoff verwandelt. Zugleich forderten sie die Bundesregierung auf, ihren Vorstoß zu unterstützen und in die vom Bund für Ende des Jahres angekündigte nationale Wasserstoffstrategie einfließen zu lassen.

Bis 2025 Wasserstoff für rund 150.000 Pkws

Die Strategie sieht vor, bis zum Jahr 2025 mindestens 500 Megawatt und bis zum Jahr 2030 mindestens fünf Gigawatt Elektrolyse-Leistung in Norddeutschland zu realisieren. Nach den Worten von Konferenz-Gastgeber Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, könnten theoretisch allein mit den 500 Megawatt bei Einsatz von grünem Strom aus Windparks an Land rund 151.000 Autos mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Bei einer Steigerung auf fünf Gigawatt wären es 1,5 Millionen Pkws. Das entspricht der derzeitigen Zulassung aller Pkws in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus sei parallel zum derzeitigen Aufbau von E-Ladesäulen der Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes nötig, rund 250 Tankstellen sehen die Ressortchefs hier in Norddeutschland als notwendig.

„Mit unserer Strategie zeigen wir einen Weg auf, wie die Wasserstoffpotenziale insbesondere im Bereich der Industrie und der Mobilität gehoben werden können. „Gerade unsere windreichen Küstenländer sind hervorragend für dieses industriepolitische Projekt geeignet, mit dem gleichzeitig Klimaschutzziele realisiert werden können“, sagte Bernd Buchholz.

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