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Gewagte Route
Nicht jeder war zunächst über die geplante Route begeistert. Einige schreckten durchaus auf, als sie hörten, dass die Holy Land 1000 nicht nur an den Grenzen Israels entlang führen würde, sondern auch geradewegs durchs Westjordanland, auf die Golanhöhen und sogar bis auf 30 Kilometer an den Gazastreifen. Wer auch immer von den Teilnehmern solche Bedenken gehabt hatte – die Herzlichkeit der Menschen, denen man überall entlang der 1.000-Meilen-Tour begegnete, raubte einem jegliche Angst oder selbst die leichteste Skepsis. Mitorganisator Barak Cohen vom israelischen BMW-Importeur Delek Motors brachte die stets greifbare Lockerheit auf den Punkt: „Wir Israelis lieben das Leben und genießen es, so gut es geht. Denn wir wissen, in dieser Region kann es auch anders aussehen.“ Vertrauen in die Organisatoren bewies auch BMW Classic, denn von der bayerischen Marke waren offiziell drei Fahrzeuge am Start: Besagter 507 von 1957 mit Prinz Leopold von Bayern am Steuer sowie ein 503 von 1959 und ein 3200 CS Bertone-Coupé von 1965.
Kaum technische Pannen
So richtig bunt machten die Mischung bei der Holy Land 1000 die vielen Teilnehmer aus Israel, USA, Kanada und Südamerika. Fünf Argentinier sorgten nicht nur für gute Stimmung, sondern bereicherten den Fuhrpark unter anderem mit einem 1934er Alfa Romeo 8C, dem zweitältesten Schmuckstück am Start. Technische Pannen waren eine Seltenheit. Und selbst wenn, war eine kompetente Crew von Mechanikern in Windeseile vor Ort und konnte weiterhelfen. Alle perfekt also auf der Route: Tel Aviv, Haifa, Nazareth, Tiberias am See Genezareth, Mitspe Ramon mitten in der Wüste Negev, Ein Gedi am Toten Meer und somit am tiefsten Punkt der Erde, Jerusalem und am Ende wieder Tel Aviv.
Zweite Rallye im Jahr 2017?
Jaguar-Pilot Raphael Gerstel aus Zürich, der die fünftägige Rallye an der Seite seiner Frau Eva bewältigte, war sich am Zielpunkt Tel Aviv sicher: „Wenn die Organisatoren 2017 hoffentlich die zweite Auflage der Rallye durchziehen, sind wir 100-prozentig wieder dabei. Alles war hier perfekt: Organisation, Sicherheit, und die Herzlichkeit aller Beteiligten ohnehin.“ Nicht leicht wird es sein, ein weiteres Mal so ein dicht gedrängtes Programm von kulturellen, fahrerischen und landschaftlichen Höhepunkten zu bieten, ohne die erste Route einfach zu wiederholen. Aber selbst in diesem Punkt ist Elad Shraga voller Zuversicht und sagt selbstbewusst: „Auch das kriegen wir hin.“
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