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Opel/TÜV Rheinland Opel: Crashtest mit Kältemittel R1234yf

| Redakteur: Thomas Günnel

Das Kältemittel R1234yf kann gefahrlos in Klimaanlagen von Automobilen verwendet werden: Zu diesem Schluss kommt Opel nach Crashtests, die der Automobilhersteller gemeinsam mit dem TÜV Rheinland durchgeführt hat.

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Das Kältemittel R1234yf ist sicher: Zu diesem Schluss kommt Opel nach einem gemeinsam mit dem TÜV Rheinland durchgeführten Crashtest. Das Kältemittel entzündete sich bei diesem Test nicht.
Das Kältemittel R1234yf ist sicher: Zu diesem Schluss kommt Opel nach einem gemeinsam mit dem TÜV Rheinland durchgeführten Crashtest. Das Kältemittel entzündete sich bei diesem Test nicht.
(Foto: Opel)

Als Testfahrzeug setzte Opel einen neuen Mokka ein. Die Klimaanlagen der Mokka, die Opel seit Januar 2013 herstellt, sind gemäß der EU-Richtlinie 2006/40/EG mit R1234yf befüllt. Opel und der TÜV Rheinland hatten in einem dynamischen Crashtest eine bewegliche, verformbare Barriere mit 50 km/h gegen den Mokka 1.4 Turbo gefahren. Laut Opel entsprechen diese Testparameter einem Unfall auf der Autobahn, bei dem ein voll beladenes Fahrzeug, das zuvor mit Höchstgeschwindigkeit bewegt wurde, am Stauende auf ein stehendes Fahrzeug auffährt. Der heftige Aufprall im Crashtest verursachte beim Testfahrzeug Schäden am Klimasystem, die zu einem Leck und damit zum Austritt von Kältemittel in der Nähe des heißen Auspuffkrümmers führten. Dennoch kam es nicht zu einer Entzündung des Kältemittels. Dieses Ergebnis werde durch Untersuchungen weiterer Organisationen gestützt: Die der SAE International, der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) sowie europäischer, nordamerikanischer und asiatischer Automobilhersteller, hieß es von Opel.

Entflammbare Flüssigkeiten bereits im Einsatz

Die Automobilindustrie beherrscht die gefahrlose Verwendung potenziell entflammbarer Flüssigkeiten wie Benzin, Frostschutz, Schmierstoffe, Scheibenwasch- und Bremsflüssigkeit. Im Vergleich zu Benzin bedarf es 5000-mal so viel Energie, um das neue Kältemittel zu entzünden. „In der nahen Zukunft führt kein Weg an R1234yf vorbei. Mögliche Alternativen wie Kältemittel auf CO2-Basis sind noch in der Entwicklung und damit Jahre von der Marktreife entfernt“, erklärte Opel-Entwicklungsvorstand Michael F. Ableson. „Die Sicherheit unserer Fahrzeuge und unserer Kunden hat für Opel oberste Priorität“, betonte er.

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