Volkswagen Presse: Diess stand kurz vor dem Rauswurf
Hinter den Kulissen des Volkswagen-Konzerns brodelt es: Herbert Diess stand offenbar kurz vor seiner Entlassung. Grund ist ein Vorwurf an einzelne Aufsichtsräte.
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Am Montagabend (8. Juni) hatte Volkswagen verkündet, dass Herbert Diess den Posten als CEO der Kernmarke VW Pkw an Ralf Brandstätter abtritt. Hinter den Kulissen ging es aber offenbar weit hitziger zu, als es diese Meldung allein vermuten lässt. Laut dem „Handelsblatt“ diskutierte der Aufsichtsrat von Volkswagen in seiner außerordentlichen Sitzung am Montag gar den Rauswurf von Diess.
Hintergrund soll dem Bericht zufolge nicht nur die aktuelle Misere um den mittlerweile wieder aufgehobenen Lieferstopp des neuen Golf und einem als rassistisch kritisierten Werbespot gewesen sein. Einige Mitglieder des Kontrollgremiums soll Diess vor allem mit einem Auftritt vor rund 3.400 Managern aus dem Konzern gegen sich aufgebracht haben.
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Diess beschuldigt Aufsichtsratspräsidium
Dort soll der Konzernchef konkret das Aufsichtsratspräsidium beschuldigt haben, Firmeninterna an Medien durchgestochen zu haben. „Das sind Straftaten, die im Aufsichtsratspräsidium passiert und dort offensichtlich zugeordnet werden können“, sagte Diess laut „Handelsblatt“. Die Zeitung beruft sich dabei auf mehrere Teilnehmer der Management-Konferenz.
Das Spitzen-Gremium des Volkswagen-Aufsichtsrates bilden neben dem Vorsitzenden Hans Dieter Pötsch noch Wolfgang Porsche, Stephan Weil, Jörg Hofmann, Bernd Osterloh und Peter Mosch. Sie sollen bereits am Donnerstag, also unmittelbar nach den Aussagen des Managers, eilig zusammengekommen sein. Einige Mitglieder hätten direkt den Rauswurf von Diess bevorzugt. Offenbar kam es aus formalen Bedenken aber nicht dazu.
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VW-Sprecher: Diess entschuldigte sich für seine Aussagen
Dass Herbert Diess nun die Hauptverantwortung für die Kernmarke des Autobauers abtreten muss, begründet der Hersteller selbst mit „mehr Freiraum“, die er dadurch „für seine Aufgaben als Konzernchef“ habe. Laut „Handelsblatt“ ist der eigentliche Grund aber Diess' Affront gegenüber dem Aufsichtsrat. Laut einem VW-Sprecher hat sich der 61-Jährige inzwischen für seine Äußerungen beim Präsidium entschuldigt.
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