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Hirschvogel Radnaben mittels Halbwarmumformung herstellen

| Redakteur: Thomas Günnel

Radnaben wurden bislang mittels Warmumformung hergestellt. Hirschvogel hat nun eine Radnabe entwickelt, die mit dem Verfahren der Halbwarmumformung hergestellt wird.

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Hirschvogel hat eine Radnabe entwickelt, die sich mittels Halbwarmumformung herstellen lässt.
Hirschvogel hat eine Radnabe entwickelt, die sich mittels Halbwarmumformung herstellen lässt.
(Foto: Hirschvogel )

Das Verfahren hat nach Angaben des Unternehmens mehrere Vorteile:

  • Das Gefüge ist nach der Halbwarmumformung sehr feinkörnig (Korngrößen ASTM 7 bis hin zu feinstkörniger 10). Das ist insbesondere für nachfolgende Induktivhärtevorgänge vorteilhaft, da sich der Austenitisierprozess verkürzt und der entstehende Martensit feinnadeliger ist.
  • Die Halbwarmumformung weist gegenüber der Warmumformung bessere Toleranzen auf –Aufmaße lassen sich so reduzieren, die Bearbeitung kostet entsprechend weniger.
  • An einigen Geometrien lassen sich Weichbearbeitungsschritte einsparen. Hier sind nach dem Härten nur Hartbearbeitungsschritte notwendig.

Neu entwickelte Stähle

Die obigen Vorteile gelten vor allem für Radnaben, die in der Fertigbearbeitung einer induktiven Härtung unterzogen werden. Dabei sind die heute gängigen Induktivhärtestähle wie der C50 / SAE1050 einsetzbar. Bestehen höhere Anforderungen an die Kernfestigkeit, kann der H50 eingesetzt werden. Dieser Stahl wurde von Hirschvogel mit einem Partner in der Stahlindustrie entwickelt, um sowohl induktive Härtbarkeit als auch eine hohe Kernfestigkeit (1000 MPa ohne Vergütungsbehandlung) zu gewährleisten. Für Bauteile, die nicht induktiv gehärtet werden, lässt sich die Stahl-Neuentwicklung 16MnCr5mod (H2) einsetzen. Diese nimmt ohne Vergütebehandlung Festig- und Zähigkeiten wie Vergütungsstähle an.

Über die Hirschvogel Automotive Group

Die Hirschvogel Automotive Group zählt zu den erfolgreichsten Herstellern von massiv umgeformten Bauteilen aus Stahl und Aluminium. Nahezu 4.000 Mitarbeiter stellen weltweit Umformteile und Komponenten für die Automobilindustrie und ihre Systemlieferanten her. Der konsolidierte Umsatz im Jahr 2012 der Gruppe lag bei rund 780 Millionen Euro bei einem Ausstoß von 268.000 Tonnen Umformteilen.

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