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Michelin Selbstreparierender Reifen

| Redakteur: Wilhelm Mißler

Michelin hat auf der Challenge Bibendum einen Reifen präsentiert, der sich selbst repariert. Er verliert auch dann keinen Druck, wenn z.B. ein Nagel wieder entfernt wird, weil sich das Loch von innen sofort versiegelt.

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Die Idee an sich ist nicht neu: Kleber hatte mit dem Nail Guard schon einmal eine solche Technik präsentiert. Die jetzt vorgestellte Lösung basiert allerdings auf einer neuartigen Gummimischung, die die anderen Leistungsmerkmale nicht konterkarieren soll: „Sie hat keinen Einfluss auf den Rollwiderstand“, versichert Didier Miraton im Gespräch mit »Automobil Industrie«. Miraton ist Mitglied der Geschäftsleitung von Michelin. Die neu entwickelte Gummimasse sei fest und könne daher nicht auslaufen. Damit bestehe auch keine Gefahr der Unwucht z.B. nach längeren Standphasen.

Südostasien: alle 3.000 Kilometer ein Plattfuß

In den europäischen Ländern ereignet sich nach Darstellung Michelins alle 50.000 Kilometer ein Plattfuß. In manchen Ländern Südostasiens passiert das danach sogar alle 3.000 Kilometer. Insoweit sieht der Reifenhersteller in dem „3-S-Konzept“ genannten Pneu einen Beitrag dazu, den Ressourceneinsatz in der Automobilindustrie zurückzudrehen.

Wann der Reifen in die Erstausstattung gelangt und um wieviel er teurer ist als sein klassisches Pendant, wollte Didier Miraton auch auf Nachfrage nicht sagen.

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